Das pleitebedrohte Griechenland verhandelt mit Brüssel über die Bildung von Sonderwirtschaftszonen. Diese sollen private Investoren anlocken und so das Wachstum ankurbeln.
Die Regierung habe bereits bei der EU-Kommission die Zustimmung für Sonderkonditionen in bestimmten Gebieten beantragt, teilte Griechenlands Entwicklungshilfeminister Costis Hatzidakis am Dienstag mit. Ziel sei es, um Investoren mit niedrigeren Abgaben und weniger Bürokratie zu werben.
Gültige Arbeitsgesetze müssten allerdings vollständig respektiert werden, betonte Hatzidakis. Griechenland hat die Mindestlöhne bereits drastisch gekürzt, um damit gegen die Rekordarbeitslosigkeit vorzugehen. Vor allem China setzte in der Vergangenheit auf Sonderwirtschaftszonen und lockte damit erfolgreich Kapitalgeber an.
Die griechische Regierung kämpft gegenwärtig darum, für ihr Reform- und Sparprogramm mehr Zeit eingeräumt zu bekommen. Damit soll auch der Einbruch der Wirtschaftskraft abgefedert werden.
Den internationalen Geldgebern wird aus Athen vorgeworfen, mit den Sparauflagen die Rezession weiter zu verschärfen.
EURACTIV/rtr

