EZB will Banken mit zu vielen Problemkrediten Abbauziele vorgeben

Daniele Nouy, oberste Bankenwächterin der EZB [ECB/Flickr]

Die EZB-Bankenaufsicht will Geldhäusern mit nach wie vor zu hohen Beständen an faulen Krediten konkrete Ziele für deren Verringerung vorgeben.

Die Kontrolleure hätten sich mit Instituten auseinandergesetzt, deren Bestände an Problemdarlehen zu hoch seien, sagte die oberste Bankenwächterin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, am Mittwoch in Basel in einer Rede. So solle sichergestellt werden, dass diese Geldhäuser das Problem ambitioniert und realistisch angehen. “Für die Banken, die hinterherhinken, haben wir vor, zusätzliche quantitative Empfehlungen vorzubringen”, sagte die Französin.

Banken in der Euro-Zone haben als Hinterlassenschaft der Finanzkrise einen Berg an faulen Krediten im Volumen von zusammen rund 900 Milliarden Euro aufgetürmt. Experten zufolge bremst das die Fähigkeit vieler Geldhäuser, Darlehen an die Wirtschaft auszureichen. Letztendlich kann dies das Wachstum in einer Volkswirtschaft dämpfen. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Überwachung der größten Banken im Währungsraum zuständig. Unter ihre direkte Aufsicht fallen inzwischen 120 Institute, darunter in Deutschland die Deutsche Bank und die Commerzbank.

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