Europas Banken und die Finanzierungslücke

Großbanken in Frankfurt am Main. [Moritz Sirowatka/Flickr]

Europas Banken müssen nach einem Bericht der EU-Aufseher eine Finanzierungslücke von rund 159 Milliarden Euro stopfen.

Diese Summe an stabilen Mitteln benötigen die Geldhäuser, um von 2018 an geltende Vorschriften zu erfüllen, wie die Regulierungsbehörde EBA am Dienstag in London mitteilte. Von den Instituten wird verlangt, dass ihre Refinanzierung auch in Krisenzeiten über einen längeren Zeitraum vollständig sichergestellt ist.

Dies wird gemessen mittels einer sogenannten strukturellen Liquiditätsquote (NSFR), die ab dem kommenden Jahr mindestens 100 Prozent betragen soll. Die Bankenregulierer werteten in ihrem Bericht Daten von 164 Instituten aus den EU-Ländern sowie Norwegen aus.

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Die NSFR-Quote ist ein wichtiger Bestandteil der verschärften internationalen Bankenregeln, in der Fachwelt „Basel III“ genannt, die nach der Finanzkrise 2008 auf den Weg gebracht wurden. Geldhäuser sollen durch sie krisenfester werden. Die Quote zielt darauf ab, eine zu große Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen am Interbankenmarkt zu verhindern. Dieses Problem gilt als einer der Gründe für die Finanzkrise.

Die überwiegende Mehrheit der untersuchten Institute (80,6 Prozent) erfüllen dem Bericht zufolge bereits die Mindestanforderungen. Laut gesondert vorgelegten Daten der Bundesbank benötigen deutsche Großbanken noch 47,4 Milliarden Euro an stabilen Finanzierungsmitteln, um die Mindestquote einzuhalten. Unter den kleineren deutschen Geldhäusern wiesen fünf Institute zusammen noch eine Lücke von 16 Milliarden Euro aus. Insgesamt wurden 39 deutsche Banken betrachtet, darunter sieben international tätige Großbanken und 32 kleinere Institute.

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