Euro-Prognose 2019: Experten erwarten schwächeres Wachstum

Die Zollkonflikte der USA dürften sich 2019 auch auf das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone auswirken, meinen die meisten Experten. [Foto: Shutterstock]

Laut der neuesten Expertenumfrage der Nachrichtenagentur Reuters wird sich das Wirtschaftswachstum der Eurozone im nächsten Jahr abschwächen.

Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2018 um 2,1 Prozent zulegen, 2019 dann um 1,8 Prozent, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage unter Ökonomen hervorgeht. Im vergangenen Jahr waren es noch 2,7 Prozent. Es war das stärkste Plus seit der weltweiten Finanzkrise vor zehn Jahren.

Das Hauptrisiko ist momentan der von den USA angezettelte Handelsstreit, vor allem mit China. Fast zwei Drittel der Ökonomen gaben an, ihre Prognosen für die Eurozone wegen der neuen Sonderzölle schon gesenkt zu haben. Das übrige Drittel erklärte, Trumps Zollpolitik habe keinen Einfluss auf ihre Einschätzung. Einen möglicherweise positiven Einfluss des Zollstreits auf die Eurozone sieht keiner der befragten Experten. Auch ein möglicher EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen zu den künftigen Beziehungen wird als Problem angesehen.Bei der Frage zu einer möglichen Rezession der Eurozone innerhalb der nächsten zwölf Monate stieg der Medianwert von zehn auf fünfzehn Prozent.

Das EU-Parlament erwartet in seinen Berechnungen für das BIP der Eurozone ein Wachstum von 2,0 Prozent im kommenden Jahr, Deutschland soll um 2,1 Prozent zulegen.

http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/ATAG/2014/528775/IPOL_ATA(2014)528775_EN.pdf [European Parlament]

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