EU will mehr Transparenz bei multinationalen Unternehmen

EU-Parlamentarier, die EZB und die Kommission sind der Ansicht, dass Geldwäsche in der EU nicht effizient genug bekämpft wird. [Images Money/Flickr]

Multinationale Unternehmen in der EU sollen künftig verpflichtet werden, ihre Gewinne in den einzelnen Mitgliedsstaaten offenzulegen.

Außerdem sollen sie angeben müssen, wie viel Steuern sie in welchem Land zahlen. Darauf zielt ein Richtlinienentwurf ab, über den das Europaparlament am Dienstag in erster Lesung abstimmt. Die geplante Neuregelung soll beim Kampf gegen Steuervermeidung helfen.

EU nimmt Entwickler von Steuervermeidungs-Systemen ins Visier

Im Kampf gegen Steuerhinterziehung nimmt die EU-Kommission nun auch Unternehmen und Vermittler von Systemen zur grenzüberschreitenden Steuervermeidung ins Visier.

Nach Berechnungen der Brüsseler Kommission gehen in der EU jährlich zwischen 50 und 70 Milliarden Euro verloren, weil Großunternehmen mit immer komplizierteren und undurchsichtigen Methoden Steuervermeidung betreiben.

Im Parlament wird mit einem knappen Votum gerechnet: Vertreter der Linken und Grünen werfen den Konservativen und Liberalen vor, sie wollten zahlreiche Schlupflöcher schaffen. Nach der Abstimmung sollen die Verhandlungen zwischen Mitgliedsstaaten, EU-Kommission und dem Europaparlament beginnen.

EU-Parlament will mehr Steuertransparenz für Konzerne – mit Einschränkungen

Europäische Konzerne werden verpflichtet, ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten in einzelnen Ländern offenzulegen. Allerdings bleiben Gesetzeslücken.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.