EU reagiert auf US-Steuerreform

Die deutsche Wirtschaft setzt sich dafür ein, dass die EU und Großbritannien in der Zeit nach dem Brexit möglichst eng miteinander verflochten bleiben. [shutterstock/ALPA PROD]

Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) hat eine genaue Prüfung der Auswirkungen der US-Steuerreform auf die Wirtschaft der EU angekündigt.

„Wir möchten vermeiden, dass Unternehmen ihren Sitz verlagern aus Europa nach den USA“, sagte Altmaier am Dienstag beim Treffen der EU-Finanzminister. Dabei werde die EU-Seite „notfalls darauf bestehen“, dass Regeln der Welthandelsorganisation WTO „voll und ganz eingehalten werden“. Es müsse verhindert werden, „dass Investitionsströme umgelenkt werden“ und Arbeitsplätze in Europa verloren gingen.

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Die EU-Kommission sollte die EU-Finanzminister am Dienstag über die Entwicklungen rund um die Steuerreform informieren. Altmaier verwies in Brüssel darauf, dass er zusammen mit dem französischen Finanzminister Bruno Le Maire einen Brief an die US-Regierung geschrieben habe. „Das ist ein sehr dickes Brett, dass wir bohren“, sagte er. „Aber wir werden die Arbeitsplätze in Europa schützen und sichern.“

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