EU billigt milliardenschweren GE-Kauf von Alstom-Sparte

Brüssel gibt grünes Licht für die milliardenschwere Übernahme der Alstom-Energiesparte durch General Electric (GE). [Global Panorama/Flickr]

Die Europäische Union erlaubt den Verkauf wesentlicher Teile der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom an den US-Konzern General Electric (GE). Der mililiardenschwere Deal ist jedoch an Auflagen gebunden.

Die EU-Kommission wird Insidern zufolge am Dienstag grünes Licht für die milliardenschwere Übernahme der Alstom-Energiesparte durch General Electric (GE) geben.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager werde um 16.00 Uhr Ortszeit in Straßbourg eine Pressekonferenz abhalten, um ihre Erlaubnis zu erteilen, sagten mit den Plänen vertraute Personen am Montagabend. Um die Genehmigung für den 12,4 Milliarden Euro schweren Kauf zu erhalten, habe GE zuletzt noch Zugeständnisse machen müssen.

Der US-Industriekonzern habe den Wettbewerbshütern weitere Zugeständnisse gemacht. Denn die EU-Kommission sorgt sich, dass durch die Übernahme mit GE und Siemens nur noch zwei große Konkurrenten auf dem europäischen Gasturbinen-Markt verbleiben und die Preise steigen könnten. Auch Siemens hatte sich um den französischen Rivalen bemüht, gegen GE aber den Kürzeren gezogen.

Alstom verkauft sein Gasturbinengeschäft an GE und bildet bei Stromnetzen, erneuerbaren Energien und Dampfturbinen, die teils bei Atomkraftwerken zum Einsatz kommen, drei Joint Ventures mit dem US-Konzern. Künftig will sich Alstom auf die Transportsparte konzentrieren.

Die französische Regierung hatte Anfang November grünes Licht für den Verkauf gegeben, im Dezember folgten die Alstom-Aktionäre. In der Bieterschlacht um Alstom hatte sich GE zuvor gegen Siemens und den japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries durchgesetzt.