Energiekosten treiben Inflation in Eurozone hoch

Steigende Energiepreise hatten auch in Deutschland die Inflationsrate im letzten Monat 2016 auf 1,7 Prozent getrieben. [Foto: nikkytok/shutterstock]

Die Inflation in der Eurozone ist auf dem höchstem Stand seit Jahren. Einen großen Beitrag leisten die gestiegenen Energiekosten. Aber auch andere Waren verteuerten sich deutlich.

Durch kräftig erhöhte Energiekosten ist die Inflation in der Eurozone im Januar auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise in den 19 Staaten der Währungsunion zu Jahresbeginn um 1,8 Prozent. Höher war die Inflationsrate zuletzt im Februar 2013 gewesen.

Mit 1,8 Prozent liegt die Inflation wieder im Bereich des Ziels der Europäischen Zentralbank. Sie sieht einen Wert von knapp unter zwei Prozent als ideal an. Für Dezember hatte die Eurostat noch eine Inflationsrate von 1,1 Prozent berechnet.

Smart Cities: Wie saubere Energie für alle Europäer möglich wird

Die EU-Kommission schlägt ein verbindliches Ziel zur Energieeinsparung von 30 Prozent bis zum Jahr 2030 vor. Dieses Bestreben sei zu hoch gesteckt, meint Herbert Reul. Statt ständig neue Ziele zu setzen, müsse Europa die bisherigen Pläne erfolgreich umsetzen.

Stärkster Preistreiber im Januar waren die Energiepreise, die im Vorjahresvergleich um 8,1 Prozent zulegten. Auch Nahrungsmittel, Alkohol und Tabakwaren verteuerten sich mit 1,7 Prozent deutlich. Für Dienstleistungen mussten die Verbraucher 1,2 Prozent mehr zahlen und für Industriegüter 0,5 Prozent.

EU-interner Zwist über die Förderung erneuerbarer Energie

EXKLUSIV/ Ein Kompromissentwurf der EU-Kommission und der Bundesregierung über die zukünftige Förderung erneuerbarer Energien in Europa erntet heftige Kritik von den Rechtsexperten der kommissionseigenen Wettbewerbsdirektion. EURACTIV Brüssel berichtet.

Energieinformationen in Echtzeit

Echtzeitdaten, die vor allem Stromnetzbetreiber für ihre tägliche Arbeit brauchen, werden immer öfter auch für Visualisierungen des Energiesystems genutzt, die allen offenstehen. Ein Überblick von EURACTIVs Medienpartner "Der Tagesspiegel".

Subscribe to our newsletters

Subscribe
UNTERSTÜTZEN