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21/01/2017

Einigung mit Griechenland hebt Laune in deutschen Chefetagen

Finanzen und Wirtschaft

Einigung mit Griechenland hebt Laune in deutschen Chefetagen

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[Alexander Johmann/Flickr]

Die vorläufige Einigung der Gläubiger im Schuldenstreit mit Griechenland sorgt für bessere Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen. Ökonomen sind von dem Stimmungsumschwung überrascht.

Das Barometer für das Geschäftsklima stieg im Juli um 0,5 auf 108,0 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 7.000 Managern mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen wurden von dem Stimmungsumschwung überrascht. Sie hatten nach zwei Rückgängen in Folge mit einem weiteren Absinken des wichtigen Konjunktur-Frühindikators gerechnet. „Die vorläufige Entspannung bei der Griechenland-Frage trägt zur Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft bei“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Der Euro legte nach Veröffentlichung der Daten um 1,2 Prozent auf über 1,11 Dollar zu – das höchste Niveau seit zwei Wochen. Mitte Juli hatten sich die internationalen Geldgeber mit dem von der Pleite bedrohten Griechenland auf einen neuen Rettungsplan geeinigt. Damit schwebt nicht mehr das Damoklesschwert eines Euro-Austritts über dem Währungsraum. Dies sorgte für Erleichterung unter den Managern: Die Befragten beurteilten sowohl die Lage als auch die Geschäftsaussichten besser als im Vormonat. In der Industrie und im Großhandel verbesserte sich die Laune der Manager.

Als zusätzlicher Stimmungsaufheller diente die jüngste Einigung der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands im Atomstreit mit dem Iran, wie Ifo-Experte Klaus Wohlrabe zu Reuters sagte. Der Deal wirke sich insbesondere positiv auf die Erwartungen der chemischen und der Mineralöl-Industrie aus.

Laut Wohlrabe hilft auch die gute Binnenkonjunktur der deutschen Wirtschaft. Große Impulse vom Export seien jedoch nicht mehr zu erwarten. Trotz der Griechenland-Krise und der Flaute in großen Schwellenländern hatten die deutschen Exporteure zuletzt ihre Ausfuhren den vierten Monat in Folge gesteigert.