Druck auf spanische Regierung zur Beilegung des Trucker-Streiks wächst

Supermärkte, Lebensmittelproduzenten, Hoteliers, politische Parteien und Gewerkschaften haben die Regierung am Mittwoch aufgefordert, die bereits 10 Tage andauernden Streiks zu beenden, wie EFE berichtete. [Shutterstock/Imaxe Press]

Viele Sektoren der spanischen Wirtschaft üben Druck auf die Regierung aus, eine Lösung für den Streik der LKW-Fahrer zu finden. Der Streik verursachte Straßensperren, die die Lieferketten in allen Sektoren unterbrachen, berichtet EURACTIVs Partner EFE.

Supermärkte, Lebensmittelproduzenten, Hoteliers, politische Parteien und Gewerkschaften haben die Regierung am Mittwoch aufgefordert, die bereits 10 Tage andauernden Streiks zu beenden, wie EFE berichtete.

Die Organisator:innen des Streiks, eine Gruppe von Kleinlastwagenbesitzer:innen namens Plattform zur Verteidigung des Transportwesens, fordern niedrigere Steuern und weniger strenge Vorschriften. Ziel ist es, die von ihnen als „katastrophal“ bezeichnete Situation für die Unternehmen zu verbessern.

Angesichts des wachsenden Drucks hat die Regierung ihre Sitzung mit dem Nationalen Ausschuss für Straßentransport um einen Tag vorverlegt und ist zuversichtlich, dass auf der Sitzung am Donnerstag eine Einigung erzielt werden kann.

Der Streik verursacht ernsthafte Probleme für große spanische Lebensmittelunternehmen wie den Fischkonserven-Produzenten Calvo, das Zuckerunternehmen Azucarera, den Kekshersteller Cuétara oder die auf Öl und Milch spezialisierte Genossenschaft Dcoop.

Diese Unternehmen waren diese Woche gezwungen, ihre Produktionsprozesse zu unterbrechen und haben sogar ihre Werke wegen „mangelnder Versorgung“ vorübergehend geschlossen. Danone, Estrella Galicia und Heineken haben gewarnt, dass sie dies in naher Zukunft tun werden müssen.

„Die Situation ist unhaltbar“, betonte José María Bonmatí, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Aecoc, in dem Händler und Hersteller zusammengeschlossen sind, am Mittwoch.

Bonmatí forderte die Regierung auf, „mit allen Mitteln eine Lösung zu finden“, um den Streik zu beenden, der nach Schätzungen des Sektors allein die spanischen Supermärkte täglich 130 Millionen Euro kostet.

Die Unternehmen der spanischen Lebensmittelkette sprechen von einem „Staatsproblem“, das bereits jetzt mehr Spannungen in ihren Netzen verursacht als zu der Zeit, als das Land im Jahr 2020 am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen war.

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