Dijsselbloem will Eurogruppenchef bleiben

Dijsselbloem

Der frühere Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. [European Parliament]

Trotz des Regierungswechsels in den Niederlanden will Frankreich an Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bis zum Ende seines Mandats im Januar festhalten.

Der bisherige niederländische Finanzminister sei „ein sehr guter Präsident“ der Gruppe der Euro-Staaten, sagte der französische Finanzminister Bruno Le Maire am Montag in Luxemburg. Er unterstütze Dijsselbloems Wunsch, bis zum Auslaufen seines Mandats Anfang kommenden Jahres im Amt zu bleiben. Dies sei „die praktischste und vernünftigste Option“.

In den Niederlanden hatten sich am Montag sieben Monate nach der Parlamentswahl vier Parteien unter Ministerpräsident Mark Rutte auf eine neue Regierung geeinigt. Dijsselbloems Sozialdemokraten gehören der Koalition nicht mehr an.

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Bisher war es üblich, dass die Eurogruppe von einem Finanzminister geführt wird. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte aber schon im März nicht ausgeschlossen, dass Dijsselbloem auch ohne Ministeramt Eurogruppenchef bleibt.

Der 51-jährige Dijsselbloem ist seit Januar 2013 Präsident der Eurogruppe, in der die 19 Staaten der Währungsunion vertreten sind. 2015 war er von seinen Ministerkollegen für eine zweite Amtszeit bis Januar kommenden Jahres gewählt worden.

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Wer im Januar seine Nachfolge antreten wird, ist offen. Das „Handelsblatt“ hatte Anfang September berichtet, Frankreichs Finanzminister Le Maire kandidiere für den Posten. Einen klaren Favoriten gibt es bisher aber nicht.

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