Defizitabbau – Frankreich will mehr Zeit von der EU

Frankreichs neuer Finanzminister Michel Sapin. Foto: dpa

Frankreich will die EU nochmals um mehr Zeit zur Sanierung des Staatshaushalts bitten.

An dem geplanten Defizitabbau halte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone zwar fest, sagte der neue Finanzminister Michel Sapin am Donnerstag in einem Radio-Interview. Der Zeitrahmen dafür müsse aber neu besprochen werden, fügte er hinzu. Das sei auch im Interesse Europas. „Europa wird es bessergehen, wenn es Frankreich bessergeht“, sagte Sapin.

Die EU-Partner haben dem Land bereits zwei Jahre mehr Zeit gegeben, um das Defizit unter die erlaubte Obergrenze von drei Prozent zu drücken. Das soll nun bis Ende 2015 gelingen.

Sowohl Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem als auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble haben Frankreich bereits aufgefordert, seine Verpflichtungen einzuhalten.

Doch die Etatsanierung läuft langsamer als geplant. 2013 lag das Staatsdefizit bei 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das ist zwar weniger als im Vorjahr, liegt aber über dem von der Regierung an die EU-Kommission gemeldeten Zielwert von 4,1 Prozent.

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