Die Ratingagentur Moody’s hat mehrere deutsche und österreichische Banken herabgestuft. Insgesamt sind deutsche Banken in der Euro-Krise aber besser aufgestellt als andere europäische Banken. Der Ausblick ist daher vorwiegend stabil.
Die Ratingagentur Moody’s hat am Mittwoch (6. Juni) mehrere deutsche Banken in ihrer Bewertung herabgestuft.
Moody’s begründete dies mit höheren Risiken wegen der Finanzkrise in der Eurozone und den begrenzten Fähigkeiten dieser Banken, Verluste zu kompensieren. Zu den herabgestuften Banken gehören die New Yorker und die Pariser Töchter der Commerzbank, Commerzbank U.S. Finance Inc, die Dresdner Bank AG, deren New Yorker Tochter sowie Dresdner Finance B.V.. Die meisten deutschen Geldhäuser sind mit einem stabilen Ausblick ihres derzeitigen Ratings bewertet worden.
Moody’s hat eine komplette Übersicht zu den Ratings und den Ausblicken für die deutschen Banken erstellt.
Die Bewertung der Deutschen Bank AG und ihrer Töchter werde zusammen mit den Bewertungen anderer global agierender Institute später erfolgen, teilte Moody’s mit.
Ratings österreichischer Banken
Herabgestuft wurden auch die drei größten österreichischen Bankengruppen Erste Group Bank AG, UniCredit Bank Austria AG sowie die Raiffeisen Bank International AG. Bei ihnen kommen laut Moody’s neben der Finanzkrise in der Eurozone ihre Aktivität in Osteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sowie ihre begrenzten Kapitalpuffer als Risikofaktoren hinzu.
Moody’s hat eine komplette Übersicht zu den Ratings und den Ausblicken für die österreichischen Banken erstellt.
EURACTIV/rtr
Links
Moody’s: Moody’s Bank Ratings 2012
Moody’s: Moody’s takes multiple actions on German banks‘ ratings; most outlooks now stable (6. Juni 2012)
Moody’s: Moody’s downgrades Austrian banks; ratings carry stable or negative outlooks (6. Juni 2012)

