Bundesbank-Vorstand: Nach Brexit droht Regulierungs-Chaos

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Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling warnt vor einem Flickenteppich an Regulierungen nach einem harten Brexit.

Ohne einen grundsätzlichen Beschluss, verschiedene Finanzmarktregelungen als gleichwertig anzuerkennen, würde Großbritannien gegenüber der EU nach der Scheidung einen Status haben wie etwa Tunesien, sagte Wuermeling der „Süddeutschen Zeitung“. „Das führt zu einem riesigen Wirrwarr von Einzelentscheidungen bei der Zulassung.“

Am heutigem Mittwoch will die britische Premierministerin Theresa May den Austrittsantrag ihres Landes bei der EU einreichen. May strebt einen harten Schnitt mit der EU an und will auch auf den Zugang zum gemeinsamen Binnenmarkt verzichten.

EU-Parlament ist offen für Rücktritt der Briten vom Brexit

Das EU-Parlament will einem Sinneswandel Großbritanniens beim Thema Brexit nicht im Wege stehen.

Bei einem harten Brexit ohne Übergangsregelungen werde die Londoner City wird aus EU-Sicht zu einem Drittmarkt, sagte Wuermeling. „Finanzprodukte können von heute auf morgen nicht mehr über den Ärmelkanal hinweg ausgetauscht werden. Das könnte zu Spannungen hinsichtlich der Funktionsfähigkeit der Märkte führen“, sagte Wuermeling dem Blatt.

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