Brexit: Goldman Sachs verlagert wohl Jobs nach Frankfurt

City of London skyline at sunset

Die Finanzbranche gilt als einer der Hauptmotoren der britischen Wirtschaft - und befürchtet nun Milliardenverluste durch den Bexit. [Shutterstock]

Die US-Investment-Bank Goldman Sachs erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, wegen des Brexit bis zu 1000 Arbeitsplätze von London nach Frankfurt zu verlagern.

Insgesamt plane die Bank Goldman Sachs wegen des Brexit eine Halbierung ihrer Mitarbeiterzahl in London auf 3000, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise. Die Bank erklärte, noch sei keine Entscheidung gefallen. Bereits im November hatte es in Finanzkreisen geheißen, Goldman erwäge Geschäfte nach Frankfurt zu verlegen und sich von der EZB beaufsichtigen zu lassen.

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Auch die Bankengruppe Lloyds denkt Insidern zufolge über eine Verlagerung von Geschäften nach Frankfurt nach. Es werde an die Gründung einer Tochtergesellschaft gedacht, sagte eine Person mit Kenntnis der Pläne. Die Schweizer Bank UBS teilte mit, rund 1000 Londoner Mitarbeiter könnten vom Austritt Großbritanniens aus der EU betroffen sein. Europas größte Bank HSBC hat bereits angekündigt, sie erwäge, wegen des Brexit-Entscheids ebenfalls 1000 Arbeitsplätze aus London abzuziehen.

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