Bayer schrumpft um zu wachsen

Der Bayer-Monsanto-Deal ist wegen des entstehenden Superkonzerns umstritten. [shutterstock]

Der Chemiekonzern Bayer will unbedingt Monsanto schlucken. Um die skeptischen Kartellwächter zu besänftigen, werden Häppchenweise Geschäftssparten an BASF verkauft.

So sollen die Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto ausgeräumt werden. Bayer und BASF teilten am gestrigen Mittwoch mit, sie hätten exklusive Gespräche über den Kauf des gesamten Bayer-Gemüsesaatgutgeschäfts aufgenommen. Bayer hofft nun, die Monsanto-Übernahme noch im zweiten Quartal dieses Jahres erfolgreich abschließen zu können.

Der Leverkusener Konzern erklärte, man sei „zuversichtlich“, mit den Gesprächen über den Verkauf des Geschäfts mit Gemüsesaatguts an BASF „sowie durch weitere Schritte die Bedenken der EU-Kommission vollständig adressieren zu können“.

Durch die Übernahme von Monsanto würde der größte Anbieter von Pestiziden und Saatgut weltweit entstehen. Bayer hatte die Zulassung des Deals Ende Juni 2017 beantragt. Der Chemieriese wollte die Übernahme eigentlich bis Ende 2017 abschließen.

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Ende August leitete die EU jedoch eine vertiefte Prüfung ein und verwies dabei auf Bedenken, dass die Fusion den Wettbewerb bei Schlüsselprodukten für Bauern verringern könnte. Um diese auszuräumen, kündigte Bayer bereits im Oktober an, einen Teil seines Geschäfts mit Saatgut und Herbiziden für 5,9 Milliarden Euro an den Konkurrenten BASF abzugeben. Mitte Dezember wurde aus Verhandlungskreisen bekannt, dass die EU weitere Zugeständnisse verlangt.

Zuletzt hatte Bayer-Vorstandschef Werner Baumann sich zuversichtlich gezeigt, dass die Übernahme des US-Saatgutherstellers noch in diesem Frühjahr über die Bühne gehen könnte. Bayer sei dazu bereit, zusätzliche Geschäfte an Wettbewerber zu verkaufen, sollten die Wettbewerbsbehörden dies fordern. Die EU-Kommission hatte die Prüffrist für die Übernahme zuletzt bis zum 5. April verlängert.

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