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17/01/2017

Arbeitslosigkeit in EU erreicht niedrigsten Stand seit 2012

Finanzen und Wirtschaft

Arbeitslosigkeit in EU erreicht niedrigsten Stand seit 2012

Die Arbeitslosen-Quote in der Euro-Zone ist so niedrig wie seit 2012 nicht mehr.

[Dennis Skley/Flickr]

EU-weit ist die Zahl der Menschen ohne Job so niedrig wie seit knapp vier Jahren nicht mehr. Doch Grund zur Entspannung herrscht nicht: Allein unter den Jugendlichen ist jeder Fünfte in der EU arbeitslos – vor allem in Griechenland und Spanien ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch immer angespannt. 

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im September auf den niedrigsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren gefallen. Die Arbeitslosenquote in den 19 Ländern der Währungsunion betrug im vergangenen Monat 10,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Dies war der geringste Wert seit Januar 2012. In absoluten Zahlen sank die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum August um 131.000 auf 17,32 Millionen.

Auch in der gesamten EU fiel die Arbeitslosigkeit im September: Zuletzt waren Eurostat zufolge noch 22,63 Millionen Menschen in den 28 Mitgliedstaaten ohne Job. Dies waren 147.000 weniger als im August. Die Arbeitslosenquote ging von 9,4 auf 9,3 Prozent zurück.

Deutschland hatte im September nach den Eurostat-Zahlen mit 4,5 Prozent erneut die niedrigste Arbeitslosenquote in der gesamten EU – und lag damit auch deutlich unter den USA, für die Europas Statistiker eine Quote von 5,1 Prozent angaben. Am schwierigsten war die Lage nach den letzten verfügbaren Zahlen weiterhin in Griechenland (25,0 Prozent im Juli) und Spanien (21,6 Prozent).

Die Jugendarbeitslosigkeit lag den Angaben zufolge im September in der Eurozone bei 22,1 Prozent und in der gesamten EU bei 20,1 Prozent. EU-weit hatten 4,54 Millionen junge Menschen keinen Job oder Ausbildungsplatz, wie Eurostat mitteilte. Am stärksten betroffen war Griechenland, wo fast die Hälfte der Erwerbsbevölkerung unter 25 Jahren nach den letzten verfügbaren Daten ohne Arbeitsstelle war (48,6 Prozent im Juli). Nicht viel besser war die Lage in Spanien (46,7 Prozent).