Abhängigkeit deutscher Exporteure von Russland „überschaubar“

Foto: H.D.Volz / pixelio.de

Die Abhängigkeit der deutschen Exportwirtschaft von Russland ist dem Statistischen Bundesamt zufolge eher gering.

Zwar betreibe jeder zehnte deutsche Exporteur Handel mit dem wegen der Krim-Krise von Sanktionen bedrohten Schwellenland, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Für 73 Prozent dieser Unternehmen mache das Geschäft aber maximal ein Viertel ihrer gesamten Ausfuhren aus.

„Unbestritten ist Russland für Deutschland ein wichtiger Handelspartner“, erklärten die Statistiker. „Bezogen auf die weltweiten Geschäftsbeziehungen der deutschen Exportwirtschaft ist die Abhängigkeit der Unternehmen von Russland jedoch überschaubar.“

Deutschland bezieht aus Russland vor allem Rohstoffe. Nur rund ein Prozent aller Importeure erhält dagegen Waren von dort. „Die Abhängigkeit von Russland ist für diese Unternehmen allerdings hoch“, erklärten die Statistiker. Für fast die Hälfte der Unternehmen, die Importe aus Russland bezieht, machen diese mindestens drei Viertel ihrer gesamten Einfuhren aus.

Wegen des Anschlusses der ukrainischen Halbinsel Krim an Russland hat die Europäische Union gegen eine Reihe von Russen Einreiseverbote und die Sperrung ihrer Konten verhängt. Die deutsche Wirtschaft fürchtet Geschäftseinbußen. Exporte und Importe brachen bereits 2013 um gut fünf Prozent auf 76,5 Milliarden Euro ein, erklärte der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft. Damit verlor Russland seinen Status als wichtigster Handelspartner in Osteuropa an Polen. Der Handel mit dem Nachbarn zog um 4,3 Prozent auf 78 Milliarden Euro an.

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