38 Prozent der Anleger erwarten Zerfall der Euro-Zone

Immer mehr Anleger glauben an einen Euro-Austritt Griechenlands. Foto: Duncan Hull (CC BY 2.0)

Düstere Aussichten in der Finanzwelt: Laut einer aktuellen Umfrage erwarten 38 Prozent Anleger ein Auseinanderfallen der Euro-Zone. Das ist der höchste Stand seit zwei Jahren – und das, obwohl der Schuldensetreit mit Griechenland vorerst beigelegt ist. EURACTIV Brüssel berichtet.

38 Prozent der Anleger erwarten einen Zerfall der Euro-Zone in den kommenden zwölf Monaten. Im Januar waren es noch 24,3 Prozent. Das ist das Ergebnis der aktuellen Sentix-Umfrage, die vom 26. bis zum 28. Februar durchgeführt wurde. An der internetbasierten Befragung nahmen 980 individuelle und institutionelle Anleger teil. Der Sentix Euro Break-up Index (EBI) ist auf dem höchsten Stand seit März 2013.

Der EBI erreichte im Juli 2012 mit 73 Prozent seinen Höchststand. Im Juli 2014 fiel er mit 7,6 Prozent seinen Tiefststand. 

In der vergangenen Woche wurde eine Lösung für Griechenland gefunden. Dennoch erwarten immer mehr Anleger, dass das Mittelmeerland bald aus dem Euro aussteigt. Auch für Zypern erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Ausstiegs deutlich. Das Vertrauen in Portugal und Spanien bricht ebenfalls ein.

Der nationale griechische EBI klettert von 22,5 Prozent auf 37,1 Prozent. Das neue Hilfsprogramm für das Land scheint folglich nicht überzeugend zu sein. Ein „Grexit“ wird in den kommenden Monaten Dauerthema unter den Anlegern sein.

Der EBI für Zypern steigt von 6,4 Prozent auf 10,5 Prozent an. Das ist der höchste Stand seit September 2013. Bemerkenswert sind auch die Anstiege für Portugal (2,5 Prozent, höchster Stand seit Dezember 2013) und Spanien (2,1 Prozent, höchster Stand seit März 2013).

In beiden Ländern stehen bis Jahresende Parlamentswahlen an. Laut Sentix könnten diese Wahlen enden wie in Griechenland, mit Kräften an einer neuen Regierung, welche die Sparpolitik ablehnen.

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