Interessengruppen führender europäischer Unternehmen haben die europäischen G7-Mitgliedstaaten Frankreich, Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich gedrängt, die Interessen der Eurozone zu verteidigen. Anlass ist ein Treffen der sieben Industrienationen am 19. Oktober 2007, während dem aktuelle Währungsbelange und die Stabilität der Finanzmärkte besprochen werden sollen.
Die Finanzminister der Staaten der G7 (Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich und die USA) werden sich am 19. Oktober 2007 in Washington treffen, um über die Geldmärkte, Wechselkurse und Währungspolitik zu diskutieren. Die Themen Handel, Reform der internationalen Finanzinstitute, Entwicklung, Energie und Umwelt stehen ebenfalls auf der Tagesordnung.
Kurz vor dem Treffen haben die Vorsitzenden der europäischen Arbeitgeberorganisation, BusinessEurope, sowie Gewerkschaften aus Frankreich, Deutschland und Italien die europäischen Mitglieder der G7 aufgefordert, die gemeinsamen europäischen Interessen zu verteidigen. Sie sagte, sie erwarteten von dem G7-Treffen ‚klare Verpflichtungen’.
Zu den Forderungen kam es in Folge von Bedenken, in Anfang Oktober von BusinessEurope geäußert worden waren. Diese betrafen die Wertsteigerung des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem chinesischen Yuan und dem japanischen Yen. Laut der EU-Organisation habe der Wechselkurs des Euro für Unternehmen seine ‚Schmerzgrenze’ erreicht.
Am 18. Oktober 2007 hat der Euro ein neues Rekordhoch von 1,4310 Punkten gegenüber dem Euro erreicht, und somit den vorherigen Rekord von 1,4283 pro Dollar vom 1. Oktober gebrochen.
Frankreich hat wiederholt seine Bedenken über die Auswirkungen eines fortwährend ansteigenden Euros auf die externe Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone geäußert. Demgegenüber zeigen sich Deutschland, die Niederlande und Österreich weniger beunruhigt über den jüngsten Höhenflug des Euro.
Bei ihrem letzten Treffen der Eurogruppe am 8. Oktober 2007 haben die Finanzminister der Eurozone jedoch die USA in deren Kritik an China unterstützt, da letzteres den Wert des Yuan künstlich niedrig halte, um den Export zu fördern. Die EU-Minister forderten China auf, den Wechselkurs des Yuan anzupassen, der die Wertsteigerung des Euro ausgelöst hat.
Sie haben ebenfalls ihre Sorge über die Unterbewertung des US-Dollar und des japanischen Yen bekundet.

