EZB will Euro-Banknoten neu gestalten

Über die Neugestaltung der Banknoten will die EZB im Austausch mit den Bürger:innen des Euroraums entscheiden. [Sascha Steinbach/EPA-EFE]

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Neugestaltung der Euro-Banknoten bis 2024 angekündigt.

„Nach 20 Jahren ist es an der Zeit, die Gestaltung unserer Banknoten unter die Lupe zu nehmen, und sie so zu gestalten, dass sich Europäerinnen und Europäer unabhängig von Alter oder Hintergrund besser mit ihnen identifizieren können“, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montag (7. Dezember).

Über die Neugestaltung der Banknoten will die EZB im Austausch mit den Bürger:innen des Euroraums entscheiden. Demnach sollen zunächst Fokusgruppen gebildet werden, in denen die Meinungen zu möglichen Themen für die künftigen Banknoten von Menschen aus dem gesamten Euroraum eingeholt werden.

Anschließend soll eine Themenberatungsgruppe dem EZB-Rat eine Auswahl neuer Themen vorschlagen. Bevor der EZB-Rat final über die Gestaltung der Noten entscheidet, soll es einen Design-Wettbewerb geben.

„Wir wollen Euro-Banknoten entwickeln, mit denen sich die Bürgerinnen und Bürger in Europa identifizieren können und die sie mit Stolz verwenden“, betonte EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta.

Das Design der aktuellen Banknoten orientiert sich am Thema „Zeitalter und Stile“. Auf den Scheinen sind jeweils Epochen der europäischen Kulturgeschichte abgebildet. Die Bauwerke auf den Banknoten existieren in der Realität nicht, sie sind Fantasiegebilde.

Der Prozess zur Neugestaltung der Euro-Banknoten verlaufe parallel zur Untersuchungsphase der EZB zum digitalen Euro.

Nach Angaben der EZB nahm im Zuge der Corona-Pandemie zwar die Nutzung bargeldloser Zahlungsmethoden zu, zugleich erhöhte sich demnach aber auch die Nachfrage nach Bargeld. Zu erklären sei dies mit der Rolle von Bargeld bei der Wertaufbewahrung, erklärten die Zentralbanker:innen.

Die EZB betonte, im Rahmen der Bargeldstrategie 2030 konkrete Schritte zu unternehmen, um dafür zu sorgen, dass Bargeld auch in Zukunft als Zahlungsmittel zur Verfügung stehe und akzeptiert werde – „auch wenn wir womöglich einen digitalen Euro einführen“.

Die jüngste Studie zum Zahlungsverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher habe gezeigt, dass im Jahr 2019 kleine Beträge an der Ladenkasse am liebsten bar gezahlt wurden.

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