Ready to Vote? Eine Betrachtung der jüngsten Wähler in Österreich

DISCLAIMER: Die hier aufgeführten Ansichten sind Ausdruck der Meinung des Verfassers, nicht die von EURACTIV Media network.

Österreich ist das einzige Land in der EU, welches die Teilnahme an Wahlen ab 16 Jahren vorsieht. Foto: dpa

Österreich ist mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre Vorreiter in Europa. Die Diskussion um „Wählen mit 16“ wurde und wird schon länger geführt. Sollte eine Wahlaltersenkung auch in anderen europäischen Ländern angedacht werden? Ein ÖGfE-Policy Brief von Sylvia Kritzinger.

2007 wurde in Österreich das Wahlalter für die Teilnahme an nationalen Wahlen auf 16 Jahre gesenkt. Mit dieser Reform nimmt Österreich europaweit eine Vorreiterstellung ein: es ist nach wie vor das einzige Land in der EU, welches die Teilnahme an Wahlen ab 16 Jahren vorsieht. Die Reform hat dazu geführt, dass der jüngsten Wählergruppe seitens Politik, Medien und Öffentlichkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde und wird.

Zu Wahlaltersenkungen werden von verschiedensten Seiten Befürchtungen und Hoffnungen geäußert: Die Kritiker der Wahlaltersenkung thematisieren die mangelnde Reife von 16- und 17-Jährigen, welche sich auch in mangelndem politischen Interesse und geringerem politischen Wissen manifestiert. Eine mögliche Folge davon sei, dass diese Wählergruppe eine geringere Wahlbeteiligung aufweist und keine informierte Wahlentscheidung treffen kann (Chan und Clayton, 2006).

Demgegenüber stehen die Befürworter, die das frühzeitige Einbinden junger Menschen in den politischen Prozess als wichtigen Schritt der politischen Sozialisation begreifen. Junge Menschen im Alter von 16 und 17 Jahren leben vergleichsweise häufig noch in ihrem Elternhaus, besuchen mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Bildungseinrichtung (Schule oder Berufsschule) und können aufgrund dieses Umfelds besser auf Wahlen und ihre Wichtigkeit in demokratischen Systemen vorbereitet werden. Das „Erlernen“ der politischen Spielregeln kann politisches Interesse entfachen und politisches Wissen fördern, was sich wiederum positiv auf die politische Teilhabe und insbesondere die Wahlbeteiligung auswirken sollte (Franklin, 2004; Bhatti und Hansen, 2010). Folglich fördert die frühzeitige Einbindung bei jungen Wählern die Entwicklung eines „Wahlhabitus“ (vgl. Plutzer, 2002), welcher langfristig der sinkenden Wahlbeteiligung entgegenwirken könnte. Positiv wird auch angeführt, dass durch eine Wahlaltersenkung die Interessen junger Menschen besser repräsentiert werden (Votes at 16, 2008).   

Die bisherigen Ergebnisse: (anfänglich) positiv bis hin zu (eher) durchwachsen?

Mittlerweile durften die 16- und 17-Jährigen in Österreich bereits bei verschiedenen Landtagswahlen, Nationalratswahlen (2008 und 2013) sowie den letzten Europaparlamentswahlen (2009) wählen. Im Rahmen von verschiedenen Studien zu den EP-Wahlen 2009 und der Nationalratswahl 2013, die am Fakultätszentrum für Methoden der Sozialwissenschaften an der Universität Wien durchgeführt wurden, konnten erste konkrete empirische Erkenntnisse gewonnen werden.

Politisches Interesse und Wissen von Jungwählern

Analysen der EP-Wahl 2009 zeigen, dass Jungwähler durchaus über ein ähnlich starkes politisches Interesse verfügen wie ältere Wähler. Mangelndes politisches Interesse kann der jüngsten Wählergruppe somit nicht attestiert werden (Wagner et al., 2012). Dies ist in Einklang mit einer Untersuchung von Zeglovits und Zandonella (2013), die darauf hindeutet, dass das politische Interesse der jüngsten Wählergruppe nach der Wahlaltersenkung gestiegen ist.

Bei der Nationalratswahl 2013 zeigt sich hingegen ein differenzierteres Bild: Das politische Interesse der Jungen liegt klar unter jenem der älteren Wählergruppen. Es gibt jedoch interessanterweise keinen nennenswerten Unterschied zwischen den 16- bis 17-Jährigen und den 18- bis 21-Jährigen – also jenen, die ungeachtet der Wahlaltersenkung sowieso an Wahlen hätten teilnehmen dürfen (Kritzinger et al., 2013b; Glantschnigg et al., 2013). Es scheint, als ob die jüngsten Wählergruppen nach „erfolgreicher“ Umsetzung der Wahlaltersenkung wieder aus dem Blickfeld der Politik und ihrer Maßnahmen (z.B. gezielte Kampagnen) verschwunden sind.

Wie wichtig jedoch begleitende Vorbereitungsmaßnahmen zum „Erlernen“ von Politik sind, zeigen weitere Ergebnisse zur Nationalratswahl 2013. Jene Wähler, die schulischen Maßnahmen ausgesetzt waren, wiesen ein höheres politisches Interesse auf (Kritzinger et al., 2013b). Die durchgeführten Maßnahmen scheinen also durchaus den gewünschten positiven Effekt auf Jungwähler zu haben und sollten somit fortgesetzt werden.

Neben politischem Interesse wurde auch immer wieder das politische Wissen der jüngsten Alterskohorte herangezogen, um zu überprüfen, ob eine Wahlaltersenkung sinnvoll ist. Für Österreich sind die Ergebnisse diesbezüglich durchwachsen: Jungwähler verfügten sowohl 2009 als auch 2013 über weniger politisches Wissen als die älteren Wahlkohorten. Auch ein Wissenszuwachs während des Wahlkampfs 2013 konnte nicht beobachtet werden (Kritzinger et al., 2013b). Für das Treffen von informierten Wahlentscheidungen könnte dies durchaus problematisch sein (vgl. jedoch die Ausführungen weiter unten).

Einstellungen zur Europäischen Integration Beteiligung am politischen Geschehen steht auch in Zusammenhang mit Einstellungen zur Ebene des politischen Systems. Dies ist vor allem in Bezug auf die Europäische Union von Wichtigkeit, da sich die EU-Bürger seit der ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments 1979 nicht in demselben Ausmaß daran beteiligen wie sie es bei nationalen Wahlen tun (vgl. Reif und Schmitt, 1980). Für die jüngeren Altersgruppen lässt sich festhalten, dass diese im Jahr 2009 die europäische Integration deutlich positiver beurteilen als die älteren.

Integrationsskeptiker finden sich vor allem unter Älteren und formal niedrig Gebildeten. Jüngere und höher Gebildete befürworten dagegen die europäische Integration vergleichsweise stark. Und gerade auch junge Frauen sind es, die der europäischen Einigung Positives abgewinnen können (Kritzinger et al., 2009).

Interessanterweise besteht zwischen verschiedenen Altersgruppen kein Unterschied in Bezug auf die Informiertheit über die EU: Es sind keine eindeutigen Muster zwischen den Altersgruppen erkennbar.

Im Hinblick auf das Interesse am EU-Wahlkampf lassen sich jedoch klare Altersunterschiede erkennen: Während ältere Kohorten grundsätzlich größeres Interesse für den laufenden EU-Wahlkampf aufwiesen, hielt sich das Interesse der jüngsten Kohorte 2009 diesbezüglich in Grenzen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Jungwähler der Europäischen Integration im Durchschnitt positiver gegenüberstehen, sich dies aber nicht in ihrem generellen Interesse an und Wissen über die EU niederschlägt.

Auswirkungen auf Wahlbeteiligung und ihre Entwicklung

Der Grund wieso die Entwicklung der Wahlbeteiligung genau beobachtet wird, liegt im Allgemeinen darin, dass politische Partizipation als ein grundsätzlicher Indikator für den Status Quo der „Gesundheit“ einer Demokratie erachtet wird (vgl. Franklin, 2004). Weiter wird davon ausgegangen, dass eine niedrige Wahlbeteiligung negative Auswirkungen auf die Repräsentation der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen haben kann: Bestimmte Gruppen werden weniger gut repräsentiert und politische Entscheidungen zu Ungunsten der schlechter repräsentierten Bevölkerungsgruppen sind die Folge (vgl. Wattenberg, 2002).

Betrachtet man nun die Wahlbeteiligung der unter 21-jährigen Wähler, so lässt sich bereits für 2009 feststellen, dass diese unter dem Niveau der älteren Wählergruppen liegt. Innerhalb der Gruppe der unter 21-Jährigen finden sich jedoch nur marginale Unterschiede. D.h. Jüngere gehen in der Tat seltener zu Wahl, es macht jedoch keinen Unterschied, ob sie bereits 18 Jahre alt sind oder nicht (Wagner et al., 2012).

Bei der Nationalratswahl 2013 lässt sich ein sehr ähnliches Bild beobachten. Auch hier nehmen die Erstwähler seltener an der Wahl teil. Und auch hier präsentieren sich die unter 21-Jährigen mit Blick auf die Wahlbeteiligung vergleichsweise homogen. Auffallend ist jedoch, dass jene Wähler, die über hohes politisches Interesse verfügen und ihr politisches Wissen als hoch einstufen, sehr wohl signifikant öfter zur Wahlurne schreiten, als es die desinteressierten Jungwähler tun. Maßnahmen, die dazu beitragen, das politische Interesse und subjektive Wissen zu steigern, können somit durchaus einen positiven Effekt auf die Wahlteilnahmewahrscheinlichkeit haben. Eine Aufgabe wird es daher sein, diese Alterskohorte mit Politikangeboten in verschiedensten Formen zu versorgen und ihnen so Politik nahezubringen (Kritzinger et al., 2013b).

Die Qualität der Wahlentscheidung

Die politische Reife der Jungwähler lässt sich auch anhand der Qualität ihrer Wahlentscheidungen bewerten: Sind Jungwähler in der Lage, jene Partei zu wählen, die sie auch am besten repräsentiert? Angesichts des niedrigeren politischen Wissensstands ist dies durchaus eine berechtige Frage. Jedoch haben bereits die Analysen der EP-Wahl 2009 gezeigt, dass die jüngste Alterskohorte sehr wohl in der Lage ist, jene Partei zu identifizieren und zu wählen, die mit ihren ideologischen Positionen am ehesten übereinstimmt (Wagner et al., 2012). Das gilt insbesondere in Bezug auf Positionen gegenüber der Europäischen Integration. Bedenken, dass junge Menschen qualitativ schlechtere Wahlentscheidungen treffen, konnten somit entkräftet werden. Ähnliches gilt für die Nationalratswahl 2013 (Glantschnigg et al., 2013). Aus diesem Blickwinkel sind mit der Wahlaltersenkung nicht die negative Konsequenzen für die Qualität der Demokratie eingetreten, die von Kritikern der Wahlaltersenkung befürchtet wurden. Vielmehr sind die Jungwähler in der Lage, jene Partei zu identifizieren, die ihre Meinungen und Ansichten am besten widerspiegelt. Wie sie trotz ihres teilweise geringeren politischen Interesses und Wissens zu qualitativ hochwertigen Wahlentscheidungen gelangen konnten, ist in weiterführenden Untersuchungen zu klären. Wie bewerten? Was tun? Die bisherigen Ergebnisse zu Jungwähler in Österreich können durchaus als positiv bezeichnet werden. Auch wenn die jüngste Alterskohorte 2013 weniger im Fokus von Politik, Medien und Öffentlichkeit stand als dies noch 2008 und 2009 der Fall war, kann dennoch festgehalten werden, dass die Befürchtungen über die Wahlaltersenkung nicht eingetreten sind. Aussagen über die langfristigen Folgen dieser Reform können zur Zeit noch nicht getätigt werden. Erste Ergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass Wähler, die bereits mit 16 und 17 an Wahlen teilnehmen durften, eine im Vergleich zu älteren (18- bis 21-jährigen) Erstwähler größere Wahrscheinlichkeit besitzen, auch an folgenden Wahlen teilzunehmen (Zeglovits und Aichholzer, im Erscheinen): Die Vorbereitungsmaßnahmen durch Schule und Elternhaus scheinen über eine konkrete Wahl hinaus langfristiger zu wirken.

Diese österreichischen Erfahrungen sollten auch in anderen europäischen Ländern Mut machen, über die Senkung des Wahlalters nachzudenken. Dies gilt für Wahlen auf nationaler Ebene, aber natürlich auch und vielleicht sogar besonders für die europaweiten Wahlen zum Europäischen Parlament. Obwohl junge Menschen der Europäischen Union eher positiv gegenüber stehen, haben auch sie nur geringes Interesse an und Wissen über die EU. Hier könnten eine Wahlaltersenkung – und begleitende Maßnahmen dazu – auf fruchtbaren Boden fallen und das Interesse an der EU und das Wissen über sie auf längere Sicht heben.

Wichtig scheint in jedem Fall zu sein, dass die Senkung des Wahlalters von Maßnahmen flankiert wird. Auch wenn die erste Euphorie über die Wahlaltersenkung verflogen ist, sollten junge Wähler von der Öffentlichkeit nicht aus den Augen verloren werden. Die Investition in politische Maßnahmen, die für diese Gruppe von Wahlberechtigten maßgeschneidert werden, wirken sich positiv aus und sollten in Zukunft auch nicht vernachlässigt werden. Auch zeigt sich, dass die 16- und 17-Jährigen durchaus an ihre politischen Gestaltungsmöglichkeiten glauben: Sie sind viel eher davon überzeugt, dass die politischen Akteure auf ihre Anliegen reagieren, als dies bei den älteren Wähler der Fall ist.

Dieser positive Zugang soll Ansporn für eine weitere intensive Auseinandersetzung mit den Jungwähler sein. Vor allem im Hinblick auf die anstehenden Europäischen Parlamentswahlen und die Tatsache, dass diese Gruppe von Bürgern das zukünftige Europa gestalten und leben werden, scheint eine besondere Fokussierung der Politik auf die 16- und 17-Jährigen nicht nur wünschenswert, sondern auch besonders lohnenswert zu sein.

Diese Analyse wurde leicht gekürzt. Den vollständigen Wortlaut sehen Sie hier.

Die Autorin

Sylvia Kritzinger ist Professorin für Quantitative Methoden der Sozialwissenschaften und Leiterin des Fakultätszentrums für Methoden der Sozialwissenschaften an der Universität Wien. Sie ist Projektleiterin des Projektteams „Wahlverhalten“ der Österreichischen Nationalen Wahlstudie AUTNES. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der Wahl-, Partizipations- und politischen Repräsentationsforschung, sowie der quantitativen Methoden der Sozialwissenschaften.

Kontakt: sylvia.kritzinger@univie.ac.at

Alle bisher erschienenen Policy Briefs finden Sie auf der ÖGfE-Homepage im PDF-Format zum Download: www.oegfe.at/policybriefs

Die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) ist ein parteipolitisch unabhängiger Verein auf sozialpartnerschaftlicher Basis. Sie informiert über die europäische Integration, steht für offenen Dialog über aktuelle europapolitische Fragen und agiert als Katalysator zur Verbreitung von europapolitischen Informationen.

Referenzen

Bhatti, Y. und Kaspar M. Hansen (2010) ‘How Turnout Will Decline as the Western Population Grows Older’. Paperpräsentation bei den ECPR Joint Sessions of Workshops, Münster, Deutschland.

Chan, T.W. und M. Clayton (2006) Should the Voting Age be Lowered to Sixteen? Normative and Empirical Considerations. Political Studies 54: 533–558.

Franklin, Mark N. (2004) Voter turnout and the dynamics of electoral competition in established democracies since 1945. Cambridge: Cambridge University Press.

Glantschnigg, Christian, David Johann und Eva Zeglovits (2013) ‚Are 16 and 17 year olds ready to vote? Correct Voting in the Austrian Federal Election 2013’. Papierpräsentation bei der ECPR General Conference, Bordeaux, Frankreich.

Kritzinger, Sylvia und Hans-Georg Heinrich (2009) European Parliament Election 2009 – Pre-Election Study, Wien: Universität Wien.

Kritzinger, Sylvia, David Johann und Therese Kaiser (2009) Endbericht: European Parliament Election – Pre-Election Study. Wien: Universität Wien.

Kritzinger, Sylvia, Eva Zeglovits, Julian Aichholzer, Christian Glantschnigg, Konstantin Glinitzer, David Johann, Kathrin Thomas und Markus Wagner (2013a) AUTNES Pre- and Post-Election Survey 2013. Version 1.0. Dezember 2013, (www.autnes.at).

Kritzinger, Sylvia, Eva Zeglovits, Julian Aichholzer, Christian Glantschnigg, Konstantin Glinitzer, David Johann, Kathrin Thomas und Markus Wagner (2014) AUTNES Vor- und Nachwahlstudie zur österreichischen Nationalratswahl 2013 – Dokumentation. Wien: Universität Wien.

Kritzinger, Sylvia, Eva Zeglovits und Patricia Oberluggauer (2013b) Wählen mit 16 bei der Nationalratswahl 2013. Vienna: University of Vienna.

Plutzer, Eric (2002) ‘Becoming a Habitual Voter: Inertia, Resources, and Growth in Young Adulthood’. American Political Science Review 96: 41-56.

Reif Karlheinz und Hermann Schmitt (1980) ‘Nine Second- Order National Elections–a Conceptual Framework for the Analysis of European Election Results’. European Journal of Political Research 8: 3-44.

Votes at 16 (2008) 16 for 16: 16 Reasons for Votes at 16, available at: www.electoral-reform.org.uk/downloads/16for16.pdf.

Wagner, Markus, David Johann und Sylvia Kritzinger (2012) ‘Voting at 16: Turnout and the Quality of Vote Choice’. Electoral Studies 31: 372-383.

Wattenberg, Martin P. (2008) Is Voting for Young People? With a Postscript on Citizen Engagement. New York: Pearson Longman.

Zeglovits, Eva und Julian Aichholzer (im Erscheinen) ‘Are people more inclined to vote at 16 than at 18? Evidence for the first-time voting boost among 16- to 25-year-olds in Austria’. Journal of Elections, Public Opinion & Parties.

Zeglovits, Eva und Martin Zandonella (2013) ‘Political interest of adolescents before and after lowering the voting age: the case of Austria’. Journal of Youth Studies 16: 1084-1104.

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