Der frühere Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker erhält von Bundeskanzlerin Angela Merkel Rückenwind für eine zweite Karriere als EU-Kommissionspräsident.
Angela Merkel sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit dem neuen luxemburgischen Regierungschef Xavier Bettel: "Es ist kein Geheimnis, dass ich Jean-Claude Juncker größere Sympathien entgegenbringe."
Es gehe im Moment aber zunächst um die Kür des Spitzenkandidaten der europäischen Konservativen für die Europawahl, der dann zum Kommissionspräsidenten aufrücken könnte. Bettel machte klar: "Wenn Herr Juncker Kommissionspräsident werden kann, werden wir diese Kandidatur unterstützen".
Eine Entscheidung über den Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei falle erst im März, sagte Merkel weiter. Die Unterstützung Junckers durch sein Heimatland sei für sie aber "eine sehr wichtige Mitteilung".
Juncker war in seiner Zeit als Eurogruppen-Chef nicht immer auf einer Linie mit Merkel. Er war auch wiederholt als Kritiker von Initiativen der großen EU-Länder aufgetreten, die nicht mit den kleineren Partnern abgesprochen waren. Vor einigen Monaten war berichtet worden, Merkel versuche Junckers Aufrücken in eine EU-Spitzenposition zu verhindern.
EURACTIV/rtr
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EURACTIV Brüssel: Germany’s top court to rule on EU election threshold (7. Februar 2014)

