Schulz: EU-Kommission mischt sich in zu vielen Bereichen ein

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz rechnet sich gute Chancen auf den EU-Chefposten aus. Foto: EP

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wirft der EU-Kommission vor, das Leben der Europäer bis ins Detail regeln zu wollen. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung bekräftigt er seine Absicht, Nachfolger von Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu werden.

Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, hat der EU-Kommission eine Einmischung in zu viele Lebensbereiche der Bürger vorgeworfen.

Man müsse darüber nachdenken, was national, regional und lokal besser als in Brüssel gemacht werden könne, sagte der SPD-Politiker der Süddeutschen Zeitung. Überspitzt gesagt gebe es in der EU-Kommission zwei Denkschulen: "Die einen geben nicht eher Ruhe, bis sie auch den letzten kommunalen Friedhof privatisiert haben. Und die anderen hören nicht auf, bevor sie nicht eine einheitliche Beerdigungsordnung in Europa haben." Damit müsse Schluss sein.

Schulz bekräftigte zudem seinen Willen, nach der Wahl zum EU-Parlament im Mai Nachfolger von Kommissionschef José Manuel Barroso zu werden. Bei der konservativen EVP haben der französische EU-Kommissar Michel Barnier und der frühere Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker ihr Interesse angemeldet.

EURACTIV/rtr

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