Prognose: Konservative ÖVP siegt klar bei Europawahl in Österreich

Ex-Bundeskanzler Sebatian Kurz (Archivbild) kann sich nach der Parlamentswahl im September eine erneute Koalition mit der rechten FPÖ verstellen - schließt aber andere mögliche Regierungskonstellationen nicht aus. [Christian Bruna/ epa]

In Österreich hat die konservative ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz die Europawahl laut Prognosen mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Die Partei kommt auf 34,5 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor der sozialdemokratischen SPÖ mit rund 24 Prozent und der rechtspopulistischen FPÖ mit 17,5 Prozent, wie Prognosen für österreichische Medien am Sonntag ergaben.

Die FPÖ verlor damit gut zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Europawahl vor fünf Jahren, büßte aber im Vergleich zu Umfragen vor Bekanntwerden des Ibiza-Skandals massiv ein. Zeitweise hatte sie in Vorwahl-Umfragen bei 24 Prozent gelegen.

In einem heimlich auf Ibiza gedrehten Video hatte sich der inzwischen zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor der Parlamentswahl 2017 unter anderem bereit gezeigt, als Gegenleistung für verdeckte Wahlkampfgelder öffentliche Aufträge an die angebliche Nichte eines russischen Oligarchen zu vergeben. Die Veröffentlichung führte zu einem politischen Erdbeben in Österreich: Strache trat von seinen Ämtern als Vizekanzler und Parteichef zurück, die Koalition aus FPÖ und ÖVP zerbrach.

Die am Sonntag veröffentlichten Prognosen basieren auf Umfragen mehrerer Meinungsforschungsinstitute, bei denen seit Dienstag mehr als 5200 Wahlberechtigte befragt wurden. Die Vorhersagen wurden laut Meinungsforschern
von dem vor gut einer Woche veröffentlichten Enthüllungsvideo um Strache erschwert. Sie gaben die Fehlertoleranz mit plus/minus 2,5 Prozent an.

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