Europawahlen haben in Großbritannien und den Niederlanden begonnen

Auch in Großbritannien öffnen am Morgen die Wahllokale. [Hannah McKay/EPA]

In Großbritannien und den Niederlanden haben am Donnerstag die Europawahlen begonnen. Die niederländischen Wähler können bis 21.00 Uhr ihre Stimme abgeben, die britischen bis 23.00 Uhr (MESZ). In beiden Ländern werden deutliche Zuwächse für die Rechtspopulisten und EU-Gegner erwartet.

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Offizielle Ergebnisse dürfen erst nach Ende der viertägigen Europawahl in allen 28 Mitgliedstaaten am Sonntagabend veröffentlicht werden. In den Niederlanden gibt es am Abend aber voraussichtlich Prognosen der TV-Sender. Die Briten sollten wegen des Brexits eigentlich nicht mehr an den Wahlen teilnehmen. Da der eigentlich für den 29. März geplante EU-Austritt aber wegen fehlender Einigung im britischen Parlament bereits zwei Mal verschoben wurde, finden in Großbritannien die Europawahlen nun doch statt.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage führt die neu gegründete Brexit-Partei des EU-Gegners Nigel Farage mit 37 Prozent der Stimmen. Die konservativen Tories von Premierministerin Theresa May liegen demnach mit sieben Prozent auf dem fünften Platz. Auch die oppositionelle Labour-Partei kommt nur auf 13 Prozent.

In den Niederlanden dürfte die rechtspopulistische und einwanderungsfeindliche Partei Forum für Demokratie von Thierry Baudet, die erst vor zwei Jahren gegründet wurde, starken Zulauf erhalten. Umfragen zufolge könnte sie sogar vor den Liberalen von Regierungschef Mark Rutte landen und bis zu fünf der 26 niederländischen Sitze im Europaparlament holen. Hinzu kommen im rechten Lager die Stimmen für die Freiheitspartei des Rechtspopulisten Geert Wilders.

In den 28 Mitgliedstaaten sind insgesamt 427 Millionen Bürger aufgerufen, die 751 Europaabgeordneten zu bestimmen. In Deutschland wird wie in den meisten EU-Ländern am Sonntag gewählt.

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