EU-Wahlen: Rechte und Liberale liefern sich weiterhin enges Rennen um dritten Platz

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Im November hatte die liberale Fraktion Renew Europe den dritten Platz an die EKR und die ID verloren. Die jüngste Prognose zeigt jedoch, dass die liberale Fraktion mit 87 Sitzen wieder die Führung übernommen hat. An vierter Stelle folgt die ID mit 82 und an fünfter Stelle die EKR mit 81 Sitzen. [European Parliament]

Das knappe Rennen um den dritten Platz bei den Wahlen zum Europäischen Parlament geht weiter. Nach der jüngsten Prognose von Europe Elects liegt die liberale Fraktion Renew Europe wieder in Führung vor der rechtspopulistischen ID und der nationalistisch-konservativen EKR-Fraktion.

Die detaillierten Daten, aufgeschlüsselt nach Staaten, finden Sie auf Euractivs neuer Seite zu den EU-Wahlprognosen.

Im November hatte die liberale Fraktion Renew Europe den dritten Platz an die nationalistisch-konservativen Europäische Konservative und Reformer (EKR) und die Fraktion Identität und Demokratie (ID) verloren. Die jüngste Prognose zeigt jedoch, dass die liberale Fraktion mit 87 Sitzen wieder die Führung übernommen hat. An vierter Stelle folgt die ID mit 82 und an fünfter Stelle die EKR mit 81 Sitzen.

Angesichts dieser knappen Ergebnisse und eines anhaltenden Kampfes um den dritten, vierten und fünften Platz im vergangenen Monat nähern sich die drei Fraktionen den Wahlen im Juni mit großer Unsicherheit.

Nun wird vorwiegend der nationale Wahlkampf entscheidend sein, um den Ausschlag zu geben. Insbesondere in den Mitgliedstaaten, in denen rechte Parteien auf dem Vormarsch sind, wie in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Österreich, ist das Engagement der Parteien gefragt.

Der Ausgang dieses Rennens wird darüber entscheiden, inwieweit das derzeitige Bündnis aus Sozialdemokraten (S&D), Liberalen (Renew) und Konservativen (EVP) geschwächt wird und inwieweit zukünftig der rechte Flügel des Parlaments Gesetze blockieren kann.

In der Zwischenzeit kämpfen die Fraktionen der Grünen und der Linken mit jeweils 51 und 46 Sitzen erbittert um den sechsten Platz.

Entscheidend könnte sein, ob das Bündnis Sahra Wagenknecht, der drei Sitze prognostiziert werden, sich der Fraktion der europäischen Linken anschließt. Die Grünen sehen sich im Süden und Osten von Europa gestärkt, während ihre Hochburgen, darunter Frankreich und Deutschland, schwächeln.

Weitere wichtige Entwicklungen seit den Prognosen von Mitte März

  • Deutschland: Die CDU (EVP) gewinnt zwei Sitze hinzu und steigt auf 22; die SPD (S&D) gewinnt ebenfalls zwei weitere Sitze und steigt auf 17; Die Grünen (EFA) gewinnen vier Sitze hinzu und steigen auf 14; die FDP (Renew) verliert zwei Sitze und sinkt auf vier; die Tierschutzpartei (EU-Linke) verliert zwei Sitze und sinkt auf einen.
  • Rumänien: Die Rechtsaußen-Partei AUR (EKR) verliert vier Sitze und sinkt auf acht; die rechtspopulistische Partei S.O.S (ID) steigt von null auf zwei Sitze.
  • Niederlande: Die neue Mitte-Rechts-Partei NSC (EVP) fällt von vier auf zwei Sitze.
  • Tschechien: ANO (Renew) verliert zwei Sitze und sinkt auf sieben; Starostové a nezávislí (EVP) verliert zwei Sitze und sinkt auf einen.

[Bearbeitet von Alice Taylor/Kjeld Neubert]

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