Chef der Republikaner in Frankreich tritt nach Europawahl zurück

The Elysée Palace in Paris, seat of the French President.

Der Elysée-Palast in Paris. [Paul Beattie/Flickr]

In Frankreich hat der Chef der konservativen Republikaner, Laurent Wauquiez, angesichts schlechter Wahlergebnisse seinen Rücktritt angekündigt.

Er ziehe damit die Konsequenz aus dem Minusrekord seiner Partei bei der Europa-Wahl, erklärte er am Sonntag im Sender TF1. Die rechte Seite des politischen Spektrums in Frankreich müsse sich neu aufstellen, so Wauquiez im Fernsehinterview. Es könne nicht sein, dass die Demokratie nur noch aus dem Spannungsfeld zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen bestehe.

Wauquiez war nach der Europawahl in die Schusslinie von parteiinternen Kritikern geraten. Die einst mächtige Partei der bürgerlichen Rechten sucht seit dem Sieg des sozialliberalen Emmanuel Macron bei der Präsidentenwahl 2017 nach einem neuen Kurs.

Bei der Europawahl kam die Partei dennoch nur auf 8,4 Prozent. Als stärkste Kraft hatte sich die Partei Rassemblement National (RN) der Rechtspopulistin Marine Le Pen durchgesetzt. Die Republikaner waren 2002 vom Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy gegründet worden.

Frankreich: Le Pen triumphiert über Macron

Es ist der bisher größte Triumph von Marine Le Pen, und er ist der Rechtspopulistin nach der Europawahl vom Gesicht abzulesen. Von einem "Sieg für das Volk" spricht die 50-Jährige am Sonntagabend, 26. Mai, vor jubelnden Anhängern.

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