Bericht: Schulz will bei Wahl zum Fraktionsvorsitz gegen Nahles antreten

Der "Spiegel" hatte am Freitag berichtet, dass Nahles den Abgeordneten Schulz wegen eines möglichen Putschversuchs an der Fraktionsspitze zur Rede gestellt habe. [EPA-EFE/CLEMENS BILAN]

Der ehemalige SPD-Chef Martin Schulz will einem Bericht zufolge bei der anstehenden Wahl des Fraktionsvorsitzes gegen Parteichefin Andrea Nahles antreten. Das berichtete die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete. „Martin verspricht ganz klar, dass er gegen Andrea antreten wird“, zitierte die Zeitung einen Schulz-Vertrauten.

Kurz vor Europawahl neue Gerüchte um Fraktionsaufstand gegen Nahles

Kurz vor dem Wahlsonntag schrecken neue Spekulationen über einen Fraktionsaufstand gegen Andrea Nahles die SPD auf. Der „Spiegel“ berichtete, Nahles habe den Abgeordneten Martin Schulz wegen eines möglichen Putschversuchs zur Rede gestellt.

„Er hat nichts mehr zu verlieren“, sagte der Vertraute demnach weiter. „Seine Alternative wäre, bis zum Ende der Legislatur Hinterbänkler zu bleiben und dann in Rente zu gehen.“

Der „Spiegel“ hatte am Freitag berichtet, dass Nahles den Abgeordneten Schulz wegen eines möglichen Putschversuchs an der Fraktionsspitze zur Rede gestellt habe. Schulz habe akute Pläne bestritten, nicht aber seine grundsätzlichen Überlegungen. In dem Gespräch mit Nahles entwarf Schulz laut „Spiegel“ zudem ein Szenario, wonach sie wieder das Arbeitsministerium übernehmen könnte.

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ wurde bei dem Treffen indes kein mögliches „Gegengeschäft“ für den Fraktionsvorsitz besprochen. „Die Zeit von Angeboten an Andrea Nahles ist vorbei“, zitierte die Zeitung einen Vertrauten von Schulz.

Nahles ist seit September 2017 Fraktionschefin. Regulär muss sie sich Ende September zur Wiederwahl stellen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.