Spanier De Guindos soll neuer Chef der Eurogruppe werden

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Foto: Der Rat der Europäischen Union

Künftiger Chef der Eurogruppe soll einem Medienbericht zufolge Luis de Guindos werden. Der spanische Wirtschaftsminister soll beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag zum Nachfolger des Niederländers Jeroen Dijsselbloem als Vorsitzender der Euro-Finanzminister-Runde gekürt werden.

Der 54 Jahre alte Luis de Guindos soll neuer ständiger Vorsitzender der Euro-Gruppe werden, berichtet die Zeitung „Die Welt“ am Mittwoch unter Berufung auf ranghohe EU-Diplomaten. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy habe ursprünglich nicht alle offenen Personalfragen während des Gipfels klären sondern inhaltliche Diskussionen in Vordergrund stellen wollen. Die sozialistischen und sozialdemokratischen Regierungschefs hätten aber massiv auf schnelle Personalentscheidungen und ein Gesamtpaket gedrängt.

Im Mittelpunkt der Personaldebatte auf dem Gipfel steht die Entscheidung über den nächsten Präsidenten der EU-Kommission. Trotz des Widerstands aus Großbritannien und Ungarn soll Luxemburgs konservativer Ex-Ministerpräsident Jean-Claude Juncker für den Posten nominiert werden. EU-Parlamentspräsident soll der SPD-Politiker Martin Schulz werden. Im Rennen um die Nachfolge von Van Rompuy als EU-Ratspräsident ist die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt.

Laut Welt sei unklar und umstritten, wer Nachfolger der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton wird. Dass Italien am vergangenen Wochenende den eigenen Anspruch auf das Amt erhoben und Außenministerin Federica Mogherini als Kandidatin präsentiert hatte, habe „die Verhandlungen erheblich erschwert“, wie es in hohen EU-Kreisen hieß. Diplomaten zufolge seien die bulgarische EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgieva, ebenso „gut vorstellbar“ wie der slowakische Außenminister Miroslav Lajcak.

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