Merkel geht wie selbstverständlich von ihrer Wiederwahl aus

DISCLAIMER: Die hier aufgeführten Ansichten sind Ausdruck der Meinung des Verfassers, nicht die von EURACTIV.COM Ltd.

30 Prozent CO2-Reduktion seien ein "vernünftiger Vorschlag" meint Bundeskanzlerin Angela Merkel. [EPA-EFE/FELIPE TRUEBA]

Es ist unverfroren, wie die CDU und ihre Chefin Themen kapern, um in quasi letzter Minute noch zu punkten. Und die SPD schaut staunend zu. Ein Kommentar von EURACTIVs Medienpartner „Der Tagesspiegel“.

Als hätte sie es nicht schon längst machen oder wenigstens veranlassen können: Jetzt, kurz vor Toresschluss der Legislaturperiode, kündigt die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel an, dass sie das Lohngefälle in Pflegeberufen zwischen Ost- und Westdeutschland angehen will. Weil es doch so wahnsinnig große Unterschiede gibt, wie sie gerade feststellt.

Und weil das dramatische Konsequenzen für Jung und Alt haben kann. Also will Merkel mit Ministerpräsidenten und Gesundheitsministern über das Problem reden – nach der Wahl. Was ja heißt, dass sie wie selbstverständlich von ihrer Wiederwahl ausgeht.

Unabhängig davon, dass das Thema Pflege in unserer alternden Gesellschaft ein wirklich großes ist und Millionen Menschen betrifft; unabhängig auch davon, dass dieses Thema wieder, wenngleich viel zu spät, die SPD aufgebracht hat – es ist schon, sagen wir mal, unverfroren, wie die CDU und ihre Chefin Themen kapern, um in quasi letzter Minute noch zu punkten.

Und die SPD schaut staunend zu. Ach, ein Letztes: Gleiche Lebensbedingungen in Ost und West, „da muss ich mich noch einmal darum kümmern“, sagt Merkel, die Ostdeutsche. Sie hatte dafür ja auch nur zwölf Jahre Zeit.

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