Es ist Zeit, sich zur CoFoE zu äußern!

DISCLAIMER: Die hier aufgeführten Ansichten sind Ausdruck der Meinung des Verfassers, nicht die von EURACTIV Media network.

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Konsultation der JEF Madrid [JEF Madrid]

Die CoFoE soll ein inklusiver und partizipativer Prozess sein, bei dem alle Europäer:innen ein Mitspracherecht haben, wie unsere zukünftige Europäische Union aussehen soll.

Durch die Partnerschaft mit AEGEE-Europe und JEF Europe stellen wir sicher, dass die CoFoE ein Ort wird, an dem jede/r gehört wird, insbesondere junge Menschen. Wir wollen sie in die Lage versetzen, ihre Vorstellungen von Europa zum Ausdruck zu bringen und sie direkt mit politischen Entscheidungsträgern in Kontakt zu bringen, die diese Vorschläge umsetzen können.

Jesus Cordero ist Präsident der JEF Madrid @jescorde (Twitter) und Joaquim Candel ist International Officer bei der JEF Spanien.

Wir glauben, dass die CoFoE ein interaktiver Ort für junge Menschen sein sollte, an dem sie offen darüber diskutieren können, was wirklich wichtig ist, und deshalb ist es wichtig, mit Menschen vor Ort zu sprechen.

Viele in unserem Alter nehmen die Europäische Union als etwas Ungreifbares und Fernes wahr, das sie nicht vertritt. Durch die Konsultation vor Ort wollen wir ihnen die europäischen Institutionen näher bringen, ihre Ideen anhören und sie mit politischen Entscheidungsträgern zusammenbringen, die sich für sie einsetzen können.

Hier trafen wir, 100 junge Europäer:innen, zusammen und machten ehrgeizige, von Jugendlichen geleitete Vorschläge für die Konferenz zur Zukunft Europas (CoFoE) zu Themen wie Klimawandel, europäische Demokratie, die Rolle der EU in der Welt, Gesundheit, Migration, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschaft, digitale Transformation und Bildung.

Wir möchten betonen, wie wichtig es ist, die CoFoE wirklich inklusiv zu gestalten und die jungen Generationen einzubeziehen. Wir glauben auch, dass es wichtig ist, die Ergebnisse und unsere Vorschläge öffentlich zu präsentieren, insbesondere gegenüber Politikern und Entscheidungsträgern.

Deshalb haben wir bei unseren Aktivitäten im Zusammenhang mit der CoFoE, wie z. B. bei unserem Workshop im Rahmen des Projekts Next Chapter Europe am 12.11.2021, den Dialog zwischen Jugendlichen und Akteuren der Zivilgesellschaft und institutionellen Einrichtungen gefördert. Wir haben gemeinsam als junge Menschen über unsere Ideen für die Zukunft Europas nachgedacht und sind bei unserer Arbeit zu den folgenden Schwerpunkten gekommen, die unsere Zukunft als junge europäische Bürger:innen betreffen.

In Bezug auf den Klimawandel und die Umwelt wollen wir eine starke Verpflichtung zur Beschleunigung des Übergangs zur Klimaneutralität und fordern die EU auf, sich ehrgeizigere Ziele zu setzen. Dennoch müssen wir betonen, dass dies ein globales Problem ist. Dieser Übergang muss fair sein, und einkommensschwache Länder außerhalb der EU werden zusätzliche Unterstützung und Investitionen benötigen.

Die derzeitige Corona-Pandemie hat uns gelehrt, dass ein Staat allein ein solches globales Problem nicht in den Griff bekommen kann. Wenn wir über Gesundheit sprechen, ist daher eine stärkere Koordinierung und gemeinsame Nutzung von Wissen und EU-finanzierter Forschung erforderlich, um künftige Epidemien zu verhindern.

Was die europäische Demokratie betrifft, so haben sich die jungen Menschen während unserer Arbeit für die Einführung einer Volksinitiative zur Gesetzgebung eingesetzt, damit sich die Bürger:innen aktiv beteiligen und direkt neue Gesetze vorschlagen können.

Die europäische Demokratie ist immer mit Werten, Rechten und Rechtsstaatlichkeit verbunden – wir sehen, dass einige Mitgliedstaaten die europäische Rechtsstaatlichkeit und den Schutz der Menschenrechte in ihrem Hoheitsgebiet in Frage stellen. Wir sollten bei der Verteidigung unserer Werte standhaft bleiben und die Gewährung von EU-Zuschüssen an die Einhaltung dieser Werte knüpfen.

Wenn man über Europa und dessen Zukunft nachdenkt, ist es auch wichtig, sich mit der Wirtschaft und der sozialen Gerechtigkeit zu befassen. Wir schlagen vor, sich auf die Jugendarbeitslosigkeit zu konzentrieren, die ein Rekordhoch erreicht hat, und zwar durch die Reindustrialisierung strategischer Industrien und die Rückkehr zur EU-Produktion. Weitere Ideen, über die wir diskutieren sollten, sind die Vollendung der Fiskalunion und die Schaffung eines Erasmus-Programms für Berufstätige.

Wenn es um Jugend und Beschäftigung geht, baut dies auch auf Bildung auf – wir schlagen daher einen stärkeren Fokus auf die berufliche Bildung vor und ermutigen die Europäische Union, die Bildungsinhalte mit den von den Unternehmen geforderten Profilen und Fähigkeiten abzustimmen.

Wir möchten zum Ausdruck bringen, dass die digitale Transformation auch ein wichtiger Bestandteil der europäischen Politik und Entwicklungen sein sollte – wir wollen die Digitalisierung aller Verwaltungsprozesse durch Blockchain fördern, um die Transparenz und Zugänglichkeit zu erhöhen. Wir wollen auch eine europäische Kryptowährung und eine europäische ID mit gespeicherten medizinischen Daten und Kontaktinformationen für Notfälle einführen.

Mit Blick auf die EU in der Welt äußern wir die Befürchtung, dass die EU in den letzten Jahren an Einfluss verliert und dass 27 Staaten mit unterschiedlichen Außenpolitiken die Position der EU schwächen. Daher schlagen wir die Schaffung einer gemeinsamen EU-Armee und einer einheitlichen Außenpolitik vor.

Wir glauben auch, dass es eine gemeinsame und effiziente Migrationspolitik geben sollte, in der die Menschenrechte im Mittelpunkt stehen. Wir sollten von dem derzeitigen System der Solidarität zu einem System der (Eigen-)Verantwortung übergehen, in dem die Staaten diese Menschen nicht nur schützen, sondern sie vollständig in das europäische Projekt integrieren.

Um unsere Ziele zu erreichen und gemeinsam mit anderen Jugendlichen zu brainstormen, laden wir verschiedene Entscheidungsträger und Akteure der Zivilgesellschaft zu unseren Veranstaltungen ein.

Am 12.11.2021 begrüßten wir Teresa Coutinho, Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsprogramme im Büro des Europäischen Parlaments in Spanien, um die Plattform der Botschafterschule und die Plattform todosjuntos.eu zu erläutern, die darauf abzielt, die Bürger:innen aktiv in die europäische Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Robert Krmelj, Botschafter Sloweniens in Spanien, dessen Land derzeit den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehat, hob die verschiedenen Initiativen hervor, die Slowenien leitet, und ermutigte junge Menschen, die Führung zu übernehmen und sich zu engagieren. Die Begrüßungsveranstaltung wurde von Biliana Sirakova, EU-Koordinatorin für Jugendfragen, abgeschlossen. Sie hob die Möglichkeiten hervor, die die EU für die Jugend bietet, und rief dazu auf, die Macht der Jugend bei der Gestaltung der EU-Politik nicht zu unterschätzen.

In unserer Podiumsdiskussion mit Francisco Aldecoa, Präsident der Europäischen Bewegung in Spanien und CoFoE-Mitglied, und Sergio Sayas, spanischer Kongressabgeordneter und Sprecher der EU-Kommission im spanischen Kongress, hatten jugendlichen Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ideen zu äußern und sich Gehör zu verschaffen.

Wenn wir mit Politikern über die CoFoE diskutieren, ist es für uns wichtig, dass sie anerkennen, wie wichtig es ist, dass die EU-Institutionen den Forderungen der jungen Generationen nicht nur zuhören und sie auf allen Ebenen einbeziehen, sondern sie auch umsetzen.

Als JEF Europe können wir uns dieser Ansicht nur anschließen und alle Europäer:innen und nachdrücklich ermutigen, an einer der künftigen lokalen Konsultationen auf dem gesamten Kontinent teilzunehmen. Findet Gehör!

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