Zunahme der Euroskepsis in Rumänien

Von denjenigen, die einen Roexit bevorzugen würden, geben fast 60 % zu, dass ein Austritt aus der EU auch die Interessen des Landes beeinträchtigen würde, während etwa ein Drittel der Meinung ist, dass die Interessen des Landes nicht beeinträchtigt würden. [Shutterstock / Radu Bercan]

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass mehr als zwei Drittel der rumänischen Bürger:innen der Meinung sind, dass das Land seine Interessen verteidigen sollte, wenn diese gegen die EU-Vorschriften verstoßen, selbst wenn dies den Austritt aus der Union bedeuten würde. Etwa ein Drittel der Befragten glaubt, dass ein Austritt aus der EU die nationalen Interessen nicht beeinträchtigen würde.

Bei Umfragen im März und Juni 2021 waren 64,2 % bzw. 64,8 % der Bevölkerung der Meinung, dass der Austritt aus der EU ein angemessener Preis für die Verteidigung der nationalen Interessen sei. Dieser Wert stieg im September auf 68,5 %, was eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber der EU bezeugt.

Von denjenigen, die einen „Roexit“ bevorzugen würden, geben fast 60 % zu, dass ein Austritt aus der EU die Interessen des Landes beeinträchtigen würde, während etwa ein Drittel das Gegenteil behauptet.

Allerdings glaubt mehr als die Hälfte der Befragten, dass sich Rumänien innerhalb der EU wirtschaftlich besser entwickeln wird. Der Prozentsatz ist jedoch im September auf 57,8 % gesunken, gegenüber 62,9 % drei Monate zuvor.

Generell zeigt die von INSCOP Research und Verifield im Auftrag des Think-Tanks Strategic Thinking durchgeführte Umfrage, dass die Anti-EU-Stimmung und die nationalistischen Ansichten zwischen März und September zugenommen haben.

So glauben beispielsweise nur 47 % der Befragten, dass der EU-Beitritt Rumänien Vorteile gebracht hat, während 46 % der Meinung sind, dass die EU-Mitgliedschaft mit Nachteilen verbunden war. Im März waren 61 % der Befragten der Meinung, dass der EU-Beitritt Vorteile gebracht hat, und nur 35 % waren der Meinung, dass er von Nachteil war.

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