Verfahren gegen Präsidentschaftskandidat Fillon startet

Fillon wurden in neueren Umfragen nur geringe Chancen auf einen Einzug in die zweite Runde bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich gegeben. [Frederic Legrand - COMEO/shutterstock]

François Fillon muss sich nun offiziell einem Ermittlungsverfahren stellen. Der französische Präsidentschaftskandidat soll öffentliche Mittel veruntreut haben.

Die französische Staatsanwaltschaft hat gegen den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon ein Ermittlungsverfahren wegen seiner Scheinbeschäftigungsaffäre eröffnet.

Fillon werde unter anderem vorgeworfen, öffentliche Mittel veruntreut zu haben, erklärten die Ermittler am Dienstag. Anders als geplant wurde der Politiker Justizkreisen zufolge bereits am Dienstag und nicht am Mittwoch vernommen.

Fillon macht trotz "politischem Mordanschlag" weiter

Der Präsidentschaftskandidat der französischen Konservativen, Francois Fillon, hält trotz wachsenden politischen und juristischen Drucks an seiner Kandidatur fest.

Fillon wird beschuldigt, seine Frau jahrelang nur zum Schein beschäftigt und dafür Hunderttausende Euro Steuergelder kassiert zu haben. Er selbst weist die Anschuldigungen zurück und hält trotz der Ermittlungen an seiner Kandidatur fest.

Der 63-Jährige galt einst als Favorit für die Präsidentenwahl, die in zwei Durchgängen im April und Mai stattfindet. Inzwischen gehen Experten davon aus, dass sich der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron in der Stichwahl gegen die rechte Politikerin Marine Le Pen durchsetzen wird.

Fillon: Kandidat auf Abruf

In Frankreich wird es für François Fillon als Präsidentschaftsbewerber eng. In seiner Partei wird bereits über Alternativen nachgedacht.

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