Umstrittener polnischer Botschafter in Berlin verlässt sein Amt

Prof. Andrzej Przyłębski verlässt sein Amt als polnischer Botschafter in Berlin nach fünf Jahren Amtszeit. [EPA-EFE / OMER MESSINGER]

Prof. Andrzej Przyłębski, Ehemann der Präsidentin des Verfassungsgerichts Julia Przyłębska, gibt nach fünf Jahren seinen Posten als polnischer Botschafter in Berlin auf.

Nach Angaben der „Gazeta Wyborcza“ will sich Przyłębski einer akademischen Laufbahn widmen.

Kurz nach seinem Amtsantritt begann er, deutsche Behörden und Journalist:innen anzugreifen, die die Regierung von Recht und Gerechtigkeit (PiS) kritisierten, und beschuldigte den damaligen Präsidenten Joachim Gauck der „Engstirnigkeit“.

Außerdem warf er dem Chef des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Andreas Voßkuhle, vor, sich in die inneren Angelegenheiten Polens einzumischen.

Im November 2018 sorgte Przyłębski bei einer Konferenz im Auswärtigen Amt für weitere Kontroversen, als er sagte, dass „die letzten hundert Jahre der deutschen Politik gegenüber Polen eine Katastrophe waren… eine Ära, in der die deutsche Arroganz in ihrer ganzen Gemeinheit zum Vorschein kam und deutsche Interessen immer im Vordergrund standen.“

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