Tschechien entsendet 50 Polizeibeamte zur Bewachung der ungarisch-serbischen Grenze

Innenminister Jan Hamáček bestätigte, dass die Polizeibeamten ihren zweimonatigen Einsatz in der Region am 15. Oktober beginnen werden. [shutterstock/cipgysmo]

Nach Gesprächen zwischen dem tschechischen und dem ungarischen Premierminister genehmigte die Regierung am Montag den Polizeieinsatz in Ungarn.

Innenminister Jan Hamáček bestätigte, dass die Polizeibeamten ihren zweimonatigen Einsatz in der Region am 15. Oktober beginnen werden. Die Gesamtkosten des Einsatzes werden auf 2 Millionen Euro geschätzt.

Tschechische Polizisten und Militärs waren bereits während der Migrationskrise 2015 in Ungarn im Einsatz. Neben Ungarn hat Tschechien auch Polizeikontingente in Nordmazedonien und Slowenien.

„Die Tschechische Republik zeigt deutlich, dass wir, auch wenn wir keine Schengen-Außengrenze haben, solidarisch sind und an den Außengrenzen helfen“, sagte Hamáček.

Die tschechische Regierung hat beschlossen, mitten im Wahlkampf Polizeibeamte nach Ungarn zu schicken. Vor einer Woche traf sich Babiš mit seinem ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán an der serbischen Grenze, wo sie die EU für ihren schwachen Schutz der EU-Außengrenzen kritisierten.

Die Bekämpfung der illegalen Migration steht ganz oben auf der Agenda des derzeitigen tschechischen Premierministers Andrej Babiš. Die Entsendung tschechischer Polizisten an die ungarisch-serbische Grenze könnte im Vorfeld der Wahlen am 8. und 9. Oktober politische Auswirkungen haben.

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