The Capitals: UNESCO rettet rumänisches Goldminengelände vor weiterer Ausbeutung

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Goldmine in Rumänien. [Shutterstock/salajean]

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Goldmine in Rumänien, Explosion in Leverkusen, Kunst in Madrid.

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BUKAREST

UNESCO-Mine: Der alte Goldminenkomplex in Rosia Montana, einem abgelegenen Ort im Apuseni-Gebirge in Westrumänien, ist in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und in die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen worden.

Damit dürfte eine Wiederaufnahme des Goldabbaus in diesem Gebiet zukünftig wohl ausgeschlossen sein. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Bogdan Neagu, EURACTIV.ro)

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BERLIN

Explosion im Chempark: Bei einer Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen sind mindestens zwei Menschen gestorben; fünf Beschäftigte werden nach wie vor vermisst.

„Die Suche nach den Vermissten läuft weiter auf Hochdruck. Leider schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden, zusehends,“ sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich. 31 weitere Personen seien verletzt worden.

Die Explosion ereignete sich nach Angaben des Betreibers gegen 9.30 Uhr im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig. Danach hatte das Lager mit Lösungsmitteln stundenlang gebrannt, ehe das Feuer gegen Mittag unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Testpflicht für Reisende schon früher?: Die Bundesregierung erwägt die frühere Einführung einer Coronavirus-Testpflicht für zurückkehrende Reisende – unabhängig vom Reiseland und der Art des Transportmittels, das zur Einreise benutzt wurde.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte, diese Regelung könne bereits ab dem 1. August umgesetzt werden. Die ursprünglich geplante Einführung zum 11. September wäre „ein Witz gewesen“, sagte er gegenüber der ARD: „Da ist der Urlaub vorbei; selbst in Bundesländern mit späten Ferien.“

(Nikolaus J. Kurmayer, EURACTIV.de / dpa)

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PARIS

Anschlag auf Botschaft Kubas: Die kubanische Botschaft in Paris hat am Dienstag mitgeteilt, sie sei über Nacht Ziel eines Angriffs mit Benzinbomben geworden.

Dabei seien einige Schäden am Gebäude entstanden, aber keine Angestellten verletzt worden. Die französischen Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen um das Gebäude umgehend verschärft.

Wer hinter dem Anschlag steckt, ist bisher unklar. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

Kritik an Anti-COVID-Maßnahmen: Die umstrittene Ausweitung der Nutzung des „COVID-19-Passes“ war am Sonntag vom französischen Parlament genehmigt worden und muss nun kommende Woche (5. August) noch vom Verfassungsrat abgesegnet werden.

Kritik gibt es derweil von vielen Seiten: Unter anderem hat die Gleichstellungsbehörde des Landes zehn Punkte veröffentlicht, die ihrer Ansicht nach genau beobachtet werden müssen. Während die Wichtigkeit von Impfungen im Kampf gegen die Pandemie betont wird, wird dabei „sowohl die Vorgehensweise als auch die Verhältnismäßigkeit der meisten Bestimmungen und Einschränkungen des Gesetzestextes in Frage gestellt“.

>> Mehr dazu: COVID-Zertifikat und Impfpflicht: Französische Gleichbehandlungsstelle schlägt Alarm

(Anne Damiani, EURACTIV.fr / EURACTIV.com, Reuters)

ROM

Nochmals besser als erwartet: Laut den jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds wird Italiens Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 4,9 Prozent und im Jahr 2022 um 4,2 Prozent wachsen – was 0,7 beziehungsweise 0,6 Prozentpunkte über den Schätzungen vom vergangenen April liegt.

Weiter erwartet der IWF, dass die italienische Staatsverschuldung im aktuellen Jahr 157,8 Prozent des BIP und das Haushaltsdefizit 11,1 Prozent betragen werden.

(Daniele Lettig, EURACTIV.it)

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MADRID

Dreimal mehr Tote: Die Zahl der wöchentlichen COVID-bedingten Todesfälle in Spanien ist von 32 auf 98 gestiegen; auch die Inzidenzrate nimmt weiter zu, berichtet El País.

Kunst aus dem Exil: Das Madrider Museum Reina Sofia hat am Dienstag eine Ausstellung eröffnet, bei der Kunstwerke diverser Künstler:innen – darunter Dalí, Gutiérrez Solana und Miró – aus der Zeit von 1939 bis in die 1950er Jahre gezeigt werden.

Ziel der Ausstellung sei es, zu zeigen, wie die Künstler:innen den spanischen Bürgerkrieg und ihre anschließende Exilzeit nach der Machtübernahme des faschistischen Diktators Francisco France erlebt haben.

(EURACTIVs Medienpartner EFE)

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LISSABON

Ungarische Impfstoffe für portugiesischsprachige Länder: Portugals Außenminister Augusto Santos Silva hat am Dienstag „den Geist der europäischen Zusammenarbeit“ gelobt.

Grund dafür: Portugal konnte 200.000 Impfstoffdosen aus Ungarn erwerben. Damit soll die Impf-Unterstützung für portugiesischsprachige Länder in anderen Teilen der Welt sowie die Kooperation mit diesen Staaten gestärkt werden.

(Lusa.pt)

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NIKOSIA

Warnung in Richtung Ankara: Die EU-Kommission hat die Türkei vor einer Umsetzung ihrer Pläne für die Geisterstadt Varosha auf Zypern gewarnt.

Die EU sehe die Pläne als Verstoß gegen UN-Resolutionen und werde „die ihr zur Verfügung stehenden Instrumente und Optionen zur Verteidigung ihrer Interessen einsetzen“, hieß es in einer vom Außenbeauftragten Josep Borrell am Dienstag veröffentlichten Erklärung. Darin verurteilte er des Weiteren die „einseitigen Schritte der Türkei“.

>> Mehr dazu: EU warnt Türkei vor Umsetzung von Plänen für Geisterstadt Varosha auf Zypern

(EURACTIV.de / AFP)

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BELFAST / LONDON / BRÜSSEL

Annäherung in Sicht?: Die Europäische Kommission hat ihr Rechtsverfahren gegen das Vereinigte Königreich bezüglich der Umsetzung des Nordirlandprotokolls ausgesetzt.

Ein Sprecher der Europäischen Kommission sagte dazu: „Wir haben beschlossen, zum jetzigen Zeitpunkt nicht in die nächste Phase des im März eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahrens einzutreten, um somit den notwendigen Raum zu schaffen, um gemeinsam über diese Fragen nachzudenken und dauerhafte Lösungen für die Umsetzung des Protokolls zu finden.“ Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Paula Kenny, EURACTIV.com)

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WARSCHAU

Mehr Mittel gegen Cyberverbrechen: Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat angekündigt, er werde neue Mittel und Dienste schaffen, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung von Cyberbedrohungen beschäftigen sollen.

Man wolle der Polizei angemessene Instrumente und Zugang zu den „neuesten Lösungen im Kampf gegen Cyberkriminalität“ bieten. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Monika Mojak, EURACTIV.pl)

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PRAG

Fällt die Maskenpflicht?: Das Oberste Verwaltungsgericht der Tschechischen Republik hat am Dienstag entschieden, dass die Maßnahme der Regierung, die die Menschen im Land zum Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Innenräumen verpflichtet, nicht gerechtfertigt sei.

Das Gericht hat die entsprechende Gesetzgebung somit faktisch aufgehoben, das Urteil soll allerdings erst in drei Tagen in Kraft treten. Somit wird dem Gesundheitsministerium Zeit eingeräumt, zu reagieren und eine angemessene Rechtfertigung für seine Maßnahme zu liefern. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Aneta Zachová, EURACTIV.cz)

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BRATISLAVA

Für Kritik an Falschmeldung bestraft (?): Die Reporter ohne Grenzen (RSF) setzen sich für „zu Unrecht bestrafte“ Journalist:innen in der Slowakei ein.

Diese hatten intern Kritik an einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders RTVS geäußert, der den Tod einer Frau fälschlicherweise mit einer COVID-Impfung in Verbindung gebracht hatte. Im Zuge dieser Kritik wurde eine Journalistin entlassen.

>> Mehr dazu: Slowakische Journalistin nach Kritik an falscher Impf-Berichterstattung gefeuert

(Marián Koreň, EURACTIV.sk)

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SARAJEWO / BELGRAD

Sitzungsboykott: Das Parlament von Bosnien-Herzegowina hat am Dienstag seine Sitzung abgesagt, weil Abgeordnete der ethnisch-serbisch geprägten Parteien nicht erschienen waren.

Damit machten letztere ihre Drohung wahr, man werde die Arbeit der staatlichen Institutionen boykottieren. Grund ist die Verhängung eines Gesetzes, das die Leugnung von Kriegsverbrechen verbietet. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

Unterstützung: Der serbische Präsident Aleksandar Vučić teilte derweil am Dienstag mit, er wolle sich nicht zu den Maßnahmen äußern, die im benachbarten Bosnien-Herzegowina eingeführt wurden. Dies sei die interne Angelegenheit eines anderen Landes.

Vučić fügte jedoch hinzu, Serbien könne die bosnische Entität Republika Srpska nicht ohne wirtschaftliche oder andere Form der Unterstützung im Stich lassen. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

>> Mehr zum Thema: UN-Gesandter für Bosnien verbietet Leugnung von Völkermord

(Željko Trkanjec, EURACTIV.hr / EURACTIV.rs, BETA)

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Was steht an?

  • Griechenland: Dreier-Treffen der Staats- und Regierungschefs von Griechenland, Zypern und Jordanien in Athen.
  • Bulgarien: Der kommissarische Innenminister Bojko Raschkow wird vom Parlament zum vermuteten illegalen Abhören von Politiker:innen und Bürger:innen während der Anti-Regierungsproteste im Sommer 2020 angehört.
  • Kroatien: Im Rahmen einer Zeremonie wird das letzte Segment der Stahlspannkonstruktion der 2,4 km langen Pelješac-Brücke montiert, mit der der Küstenabschnitt Bosnien-Herzegowinas umgangen wird.
  • Serbien: Der serbische Präsident Aleksandar Vučić beginnt eine zweitägige Reise, bei der er sich im Rahmen der „Mini-Schengen“-Initiative mit den Ministerpräsidenten Nordmazedoniens und Albaniens, Zoran Zaev und Edi Rama, treffen wird.

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[Bearbeitet von Sarantis Michalopoulos, Daniel Eck, Paula Kenny, Josie Le Blond]

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