The Capitals: UEFA entscheidet: Kein Regenbogen in München

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Kein Regenbogen an der Allianz-Arena und Protest gegen die Homophobie der ungarischen Regierung. [Shutterstock/LCV]

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Kein Regenbogen an der Allianz-Arena, Protest gegen die Homophobie der ungarischen Regierung, und Begnadigung für Katalanen. 

Außerdem auf EURACTIV.de: Bundesagrarministerin Klöckner kritisiert die EU-Kommission, selbige billigt den deutschen Ausgabenplan für Corona-Hilfsfonds, und der EU-Rechnungshof meint: Die GAP-Gelder im Kampf gegen den Klimawandel sind weitgehend „ineffektiv“.

///

BERLIN

Kein Regenbogen: Die Allianz-Arena in München darf beim EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn am heutigen Mittwoch nicht in Regenbogen-Farben beleuchtet werden.

Die UEFA lehnte am Dienstag einen entsprechenden Antrag des Münchner Stadtrats ab. Das Einstehen für Vielfalt, selbstbestimmtes Leben und gegen Homophobie ist aus Sicht des europäischen Fußballverbandes ein politisches Statement – das in den UEFA-Statuten verboten sei.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter kommentierte: „Ich finde es beschämend, dass die UEFA uns verbietet, ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz, Respekt und Solidarität zu setzen.“ Er erinnerte: „Das ist keine Politik, das ist ein Signal der Menschlichkeit.“

(Nikolaus J. Kurmayer, Tim Steins, EURACTIV.de / dpa)

///

WIEN

Verfassungsgericht gegen Blümel: Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Dienstag den Verfassungsgerichtshof um Intervention gebeten.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) habe es „versäumt“ wichtige Dokumente an den Untersuchungsausschuss zu übergeben, der im Zuge des Ibiza-Skandals zwecks Ermittlungen in Sachen Korruption in der vorherigen ÖVP/FPÖ-Regierung eingesetzt wurde. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Oliver Noyan, EURACTIV.de)

///

PARIS

Arbeitslosenversicherung: Frankreichs oberstes Gericht hat eine geplante Reform der Arbeitslosenversicherung ausgesetzt – nur wenige Tage bevor die neuen Regeln am 1. Juli in Kraft treten sollten. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Magdalena Pistorius, EURACTIV.fr) 

///

ROM

Grünes Licht: Auch der Recovery-Plan Italiens hat nun die offizielle Zustimmung der EU-Kommission erhalten.

Das bestätigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem gestrigen Besuch in Rom. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Daniele Lettig, EURACTIV.it)

///

MADRID

Begnadigung: Wie erwartet hat Spaniens Regierung am Dienstag die umstrittenen Begnadigungen für neun katalanische Politiker gebilligt, die aktuell wegen ihrer Beteiligung an dem illegalen Referendum und der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2017 inhaftiert sind. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(EURACTIVs Medienpartner EFE)

///

STOCKHOLM

Gefälschte Tests: Die schwedische Polizei hat mehrere Räumlichkeiten einer privaten Gesundheitsstiftung im Großraum Stockholm durchsucht.

Anlass dafür waren Presseberichte, laut denen COVID-Tests gefälscht und verkauft wurden. Demnach könnten bis zu 100.000 Menschen in Schweden ein fehlerhaftes Testergebnis erhalten haben. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Pekka Väntinnen, EURACTIV.com)

///

HELSINKI / ADDIS ABEBA

Kritik aus Äthiopien: Ein jüngster Bericht des finnischen Außenministers Pekka Haavisto an das Europäische Parlament, in dem die humanitäre Situation in der äthiopischen Region Tigray als „außer Kontrolle“ bezeichnet wird, hat in Äthiopien scharfe Kritik ausgelöst.

>> Mehr dazu: Finnischer Bericht sorgt für Unmut in Äthiopien

(Pekka Väntinnen, EURACTIV.com)

///

WARSCHAU

Befragung zur Rechtsstaatlichkeit: Polens Europaminister Konrad Szymański ist am Dienstag von anderen EU-Minister:innen zum Verfahren nach Artikel 7 der EU-Verträge [Vertragsverletzungsverfahren] befragt worden, das 2017 gegen Polen eingeleitet wurde. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Martyna Kompała, EURACTIV.pl)

///

PRAG

Mehr Geld in die Hand nehmen: Mehrere tschechische Ökonom:innen, Geschäftsleute, Diplomat:innen und andere Fachleute haben die Regierung in einem offenen Brief dazu aufgerufen, „die Chance zu nutzen“, die sich aus der anstehenden EU-Ratspräsidentschaft ergibt.

Das Land wird diese in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 übernehmen. Das Budget dafür müsse jedoch deutlich erhöht werden, heißt es im Brief. Die eingeplanten 49 Millionen Euro seien schlichtweg nicht ausreichend.

>> Mehr dazu: EU-Ratspräsidentschaft 2022: Tschechien soll mehr Geld in die Hand nehmen

(Aneta Zachová, EURACTIV.cz)

///

BUDAPEST

Protest gegen ungarische Homophobie: Rund die Hälfte der 27 EU-Staaten (einschließlich Deutschlands) haben die Europäische Kommission aufgefordert, umgehend gegen das umstrittene ungarische Homosexuellen-Gesetz vorzugehen.

>> Mehr dazu: 13 EU-Staaten fordern von Brüssel Vorgehen gegen Ungarns LGBTIQ-Gesetz

(EURACTIV.de / AFP)

///

BRATISLAVA

900 Millionen weniger: Die Slowakei dürfte fast eine Milliarde Euro weniger aus dem EU Recovery Fund erhalten als ursprünglich erwartet, räumte Finanzminister und Ex-Premier Igor Matovič (OĽaNO) am Montag ein. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Marián Koreň, EURACTIV.sk)

///

BUKAREST

Kein Vertrauen: Die Sozialdemokratische Partei Rumäniens (PSD) wird am heutigen Mittwoch einen Misstrauensantrag gegen die konservative Regierung einreichen.

Der PSD-Vorsitzende Marcel Ciolacu erklärte, die Regierung habe bei all ihren Plänen durchgehend versagt – von der Ausarbeitung eines durchführbaren Konjunkturprogramms bis hin zur nationalen Impfkampagne. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Bogdan Neagu, EURACTIV.ro)

///

SOFIA / SKOPJE

Keine Einigung diesen Monat: Während des gestrigen Treffens des Rates für Allgemeine Angelegenheiten in Luxemburg hat die bulgarische Führung betont, man unterstütze und fördere die „europäische Perspektive“ Nordmazedoniens.

Dennoch bleibt es vorerst beim Veto gegen die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Skopje.

>> Mehr dazu: Bulgarisches Nordmazedonien-Veto bleibt

(Antonia Kotseva, Georgi Gotev, Zeljko Trkanjec / betabriefing.com, EURACTIV.bg und EURACTIV.hr)

///

Was steht an?

  • Frankreich: Präsident Emmanuel Macron trifft am Mittwochnachmittag die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den kosovarischen Premierminister Albin Kurti.
  • Belgien: UN-Generalsekretär Guterres trifft EU-Kommissionschefin von der Leyen und andere Kommissionsmitglieder
  • Italien: Ministerpräsident Mario Draghi erstattet dem Parlament im Vorfeld des EU-Ratsgipfels am 24. und 25. Juni Bericht.
  • Deutschland/USA: Wirtschaftsminister Peter Altmaier reist als erster Bundesminister seit dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden in die USA.
  • Deutschland: Eine neue Runde der Libyen-Friedensgespräche startet in Berlin
  • Griechenland: Oppositionsführer Alexis Tsipras (Syriza) reist nach Brüssel, um dort Vertreter:innen der sozialdemokratischen, grünen und linken EU-Parteien zu treffen.
  • Slowenien: Außenministerin Anže Logar nimmt an einer virtuellen Sitzung der Zentraleuropäischen Initiative teil.

///

[Bearbeitet von Sarantis Michalopoulos, Daniel Eck, Paula Kenny, Zoran Radosavljevic, Josie LeBlond]

Subscribe to our newsletters

Subscribe