The Capitals: Preise für Pfizer-Impfstoff steigen, erklärt Bulgariens Premier

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Bojko Borissow stellt Teuerungen beim Pfizer-Impfstoff fest. [Shutterstock/cortex-film]

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Bojko Borissow stellt Teuerungen beim Pfizer-Impfstoff fest, Höcke kann beim AfD-Parteitag mit einem Überraschungsangriff punkten, und in Nordirland ist die Lage weiterhin angespannt.

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SOFIA

Impfstoffe werden teurer: Die Europäische Kommission hat mit Pfizer Verträge über die Lieferung von weiteren COVID-19-Impfstoffen in den Jahren 2022 und 2023 für 19,50 Euro pro Dosis unterzeichnet, teilte der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow am Sonntag mit.

Borissow lobte die europäische Solidarität und seine eigenen diplomatischen Bemühungen, dank derer zusätzliche 2,7 Millionen Dosen des Pfizer-Impfstoffs in den kommenden zwei Monaten nach Bulgarien geliefert würden.

Er stellte jedoch auch eine deutliche Preiserhöhung fest: „Pfizer war zunächst bei zwölf Euro, dann wurden es 15,50. Jetzt werden Verträge für 900 Millionen Impfstoffe zu einem Preis von 19,50 Euro unterzeichnet,“ so der Premier. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Krassen Nikolow, EURACTIV.bg)

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BERLIN

Höcke setzt sich durch: Auch wenn die AfD ihre personellen Streitigkeiten auf dem Parteitag in Dresden am Wochenende weitgehend zurückgestellt hat: Wie gespalten die Partei ist, zeigte sich in den inhaltlichen Debatten zum Wahlprogramm, das die AfD am Sonntag verabschiedet hat. Am Ende enthielt dieses einige deutliche Verschärfungen der bisherigen AfD-Positionen, schreibt EURACTIVs Medienpartner Der Tagesspiegel.

Söder und Laschet bereit: Sowohl CDU-Parteichef Armin Laschet als auch der CSU-Vorsitzende Markus Söder haben am Wochenende erneut betont, sie seien jeweils bereit, sich um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien zu bewerben.

Die Spitzen von CDU und CSU wollen am heutigen Montag in getrennten Sitzungen über die Situation beraten.

(Alexandra Brzozowski, EURACTIV.de)

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WIEN

Kurz sackt ab: Die aktuellen Schlagzeilen über Korruption innerhalb der ÖVP schaden dem Ansehen der österreichischen Regierungspartei deutlich.

In einer aktuellen Umfrage gaben „nur“ noch 33 Prozent der Bürgerinnen und Bürger an, die Konservativen um Bundeskanzler Sebastian Kurz wählen zu wollen. Letztes Jahr um diese Zeit lagen die Zustimmungswerte der Partei noch bei 48 Prozent. Kurz selbst erlebt aktuell die niedrigste Zustimmung während seiner bisherigen Zeit als Bundeskanzler: 27 Prozent der Befragten sind mit seiner Leistung zufrieden.

(Philipp Grüll, EURACTIV.de)

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PARIS

Fortschritte beim Impfprogramm: Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hat am Sonntag im Journal du Dimanche mehrere Ankündigungen gemacht. Neben der Eröffnung der Impfaktion für alle Menschen über 55 Jahren kündigte er auch die Zulassung von Selbsttests an.

„Die Selbsttests werden sehr schnell in den Schulen zur Verfügung gestellt werden. Wir planen, bis zu zwei Tests pro Woche zu machen, pro Schüler und pro Lehrer,“ sagte er. Damit sollen Frankreichs Schulen nach den aktuellen zweiwöchigen Ferien wieder komplett geöffnet werden können.

Der Minister erklärte weiter, dass er eine erste Lieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson „im Rahmen von rund 200.000 Dosen“ erwarte – „eine Woche vor dem bisherigen Zeitplan“.

Aktuell haben fast elf Millionen Französinnen und Franzosen mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten.

(Mathieu Pollet, EURACTIV.fr) 

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DEN HAAG

Rückkehr der Großveranstaltungen?: Die geplante Lockerung der Anti-Coronavirus-Maßnahmen in den Niederlanden wird um eine Woche verschoben, kündigte ein Sprecher des Informationsdienstes der Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur ANP an.

Zugleich experimentieren die Niederlande allerdings mit einer baldigen Wiederaufnahme von Großveranstaltungen.

>> Mehr dazu: Niederlande experimentieren mit Großveranstaltungen

(Alexandra Brzozowski, EURACTIV.com)

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ROM

Angespannte türkisch-italienische Beziehungen: Die türkische Regierung hat Verträge mit italienischen Unternehmen mit Sitz in der Türkei ausgesetzt.

Dies ist eine Reaktion auf Aussagen des italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi, der den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf einer Pressekonferenz am Freitag im Zusammenhang mit der sogenannten Sofa-Gate-Affäre als „Diktator“ bezeichnet hatte.

>> Mehr zum Thema:

Turkey suspends Italian contracts in wake of Draghi’s Erdogan comments (EN)

Umgang mit von der Leyen führt zu Spannungen zwischen Rom und Ankara

MEP Lagodinsky: Es geht nicht ums Sofa, sondern um die EU-Türkei-Beziehungen

(Daniele Lettig, EURACTIV.it)

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MADRID

Strategie: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wird am kommenden Mittwoch vor dem Parlament weitere Details zu den Plänen seiner Regierung zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie bekannt geben.

Zuvor hatte es heftige Kritik der konservativen Opposition angesichts des langsamen Impfprozesses und der Kontroverse um den Stoff von Astrazeneca gegeben. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(EURACTIVs Medienpartner EFE)

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LISSABON

Ex-Premier angeklagt: Der ehemalige Ministerpräsident und Vorsitzende der Sozialistischen Partei Portugals, José Sócrates, wird sich im Rahmen der Operation Marquês wegen Geldwäsche und Dokumentenfälschung vor Gericht verantworten müssen. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Lusa.pt)

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ATHEN

Eine Milliarde Impfstoff-Fälschungen: Rund 1,1 Milliarden gefälschte Impfstoff-Dosen von angeblichen Zwischenhändlern an EU-Regierungen sind derzeit auf dem Markt, warnt Ville Itälä, Generaldirektor des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF).

In einem Interview mit der griechischen Zeitschrift Ta Nea sagte Itälä, der Wert dieser gefälschten Angebote belaufe sich auf 15 Milliarden Euro. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Sarantis Michalopoulos, EURACTIV.com)

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LONDON

Wiedereröffnung: In England dürfen ab dem heutigen Montag wieder alle Geschäfte öffnen, nachdem fast vier Monate lang ein relativ strenger Lockdown geherrscht hatte. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Benjamin Fox, EURACTIV.com)

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DUBLIN

Warnung: Angesichts der seit über einer Woche anhaltenden Ausschreitungen in Nordirland hat der irische Regierungschef Micheál Martin vor einer Rückkehr zu den bürgerkriegsähnlichen Zuständen aus der Zeit des Nordirland-Konflikts gewarnt.

„Wir schulden es der Generation des Karfreitagsabkommens und auch künftigen Generationen, nicht an diesen dunklen Ort der Spirale aus Morden zwischen den Konfessionen und politischer Zwietracht zurückzukehren,“ sagte Martin am Samstag.

>> Mehr dazu:

Irischer Regierungschef warnt vor neuer Gewaltspirale in Nordirland

Labour fordert: Johnson muss auf Ausschreitungen in Nordirland reagieren

(EURACTIV.de / AFP)

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TALLINN

Erstes Treffen seit fünf Jahren: Die estnische Außenministerin Eva-Maria Liimets und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow haben laut Berichten des estnischen Rundfunksenders ERR News am vergangenen Freitag ein Gespräch über die Situation in der Ukraine und das bisher nicht ratifizierte Grenzabkommen zwischen Estland und der russischen Föderation geführt.

>> Mehr dazu:

Erstes Gespräch russischer und estnischer Außenminister seit fünf Jahren

EVP-Fraktionschef Weber schlägt Sanktionen gegen Russland wegen Ukraine vor

(Pekka Väntinnen, EURACTIV.com)

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WARSCHAU

Attraktiv: Polen war im Jahr 2020 eines der wichtigsten Ziele für chinesische Investitionen innerhalb der Europäischen Union, teilte das Polnische Wirtschaftsinstitut (PIE) am vergangenen Donnerstag mit.

>> Mehr dazu: Polen wird für chinesische Investitionen attraktiver

(Mateusz Kucharczyk, EURACTIV.pl)

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PRAG

Medienfreiheit: Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat am vergangenen Freitag vor zunehmendem politischen Druck auf die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Tschechisches Fernsehen gewarnt.

>> Mehr dazu: Politischer Druck auf Tschechiens Öffentlich-Rechtliche

(Aneta Zachová, EURACTIV.cz)

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BUDAPEST / PRAG

Orbán-kritischer Clip wird nicht gezeigt: Die tschechischen Regisseure Ondřej Provazník und Martin Dušek haben eine kurze Videobotschaft gefilmt, die eigentlich vor der Vorführung ihres Films Old-Timers am Donnerstag auf dem Tschechischen Filmfestival in Budapest gezeigt werden soll(te), berichtet Parameter.sk via Respekt.cz.

Einer der Regisseure schreibt dabei auf eine Tafel „Ban Orbán“ („Orbán verbieten“), während der andere mahnt: „Unsere politischen Vertreter müssen sich darüber im Klaren sein, dass am Ende ihres Lebens vielleicht jemand kommen wird, der sie für ihre Taten zur Rechenschaft zieht.“

Nach der ursprünglichen Idee, das Video mit einer vorherigen „Warnbotschaft“ zu zeigen, dass es nicht die offizielle Position der Tschechischen Republik oder ihrer Regierung widerspiegelt, und dem Vorschlag, die „Ban Orbán“-Botschaft im Clip zu zensieren, hat das tschechische Außenministerium das Zeigen des Videos schlussendlich komplett verboten.

Das Ministerium finanziert das tschechische Kulturzentrum in Ungarn, das das Filmfestival organisiert.

(Vlagyiszlav Makszimov, EURACTIV.com)

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BRATISLAVA

Pragmatisch, aber falsch: Der slowakische Ex-Ministerpräsident und jetzige Finanzminister Igor Matovič ist nach Ungarn gereist, wo er sich mit dem dortigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und Außenminister Péter Szijjártó traf, um über die Evaluation des im März von der Slowakei gekauften Impfstoffs Sputnik V durch Ungarn zu sprechen.

Der amtierende Ministerpräsident und Matovič-Nachfolger Eduaerd Heger nannte die Aktion des Finanzministers einen „pragmatischen Schritt“, aber auch „unangemessen“, da keinerlei slowakische Diplomaten an den Gesprächen in Budapest teilnahmen: „Vertreter der Botschaft sollten immer anwesend sein,“ betonte Heger im Fernsehsender TV Markiza.

>> Mehr zum Thema: Slowakischer Premier tritt nach wochenlangem Koalitionsstreit zurück

(Marián Koreň, EURACTIV.sk)

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LJUBLJANA 

Angriff auf Oppositionspolitikerin: Am Freitagabend ist im Haus von Vesna Fabjan, einer Gemeinderätin der Oppositionspartei LMŠ, in Črnomelj ein Feuer ausgebrochen, nachdem ein unbekannter Täter einen Molotowcocktail durch ein Fenster geworfen hatte.

Es wurde niemand verletzt und Familienmitglieder konnten das Feuer recht schnell löschen. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Željko Trkanjec, EURACTIV.hr)

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BELGRAD

Umweltproteste in Belgrad: Mehrere tausend Bürgerinnen und Bürger haben am Samstag an einer Protest-Kundgebung unter dem Titel „Öko-Aufstand“ in der serbischen Hauptstadt teilgenommen.

Die Demonstration wurde von der Gruppe „Zur Verteidigung der Flüsse von Stara Planina“ organisiert, benannt nach dem Bergmassiv, das sich teilweise durch den Südosten Serbiens zieht. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(betabriefing.com, EURACTIV.rs)

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[Bearbeitet vonSarantis Michalopoulos, Daniel Eck, Paula Kenny, Zoran Radosavljevic und Josie Le Blond]

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