The Capitals: Griechenland sieht Sputnik V als „gleichwertig“ an

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Griechenland sieht russischen Impfstoff Sputnik V als "gleichwertig" an. [Shutterstock/ vovidzha]

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Griechenland sieht russischen Impfstoff als „gleichwertig“ an, die Grünen einigen sich auf Baerbock als Kanzlerkandidatin, und in der Pandemie gab es in diversen EU-Staaten mehr Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten.

Außerdem auf EURACTIV.de: Die EU-Kommission fordert eine Angleichung der nationalen Insolvenzregelungen und Europastaatsminister Michael Roth (SPD) will ein klares Bekenntnis zum Rechtsstaat auch in Deutschland.

Außerdem zwei Fragen: Wer ist eigentlich Bulgariens neuer Starpolitiker Slawi Trifonow? Und was wollen die Grünen, wenn sie an die Macht kommen sollten?

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ATHEN

Sputnik V ist gleichwertig: Die griechischen Behörden werden den russischen Impfstoff Sputnik V in Impfzertifikaten anerkennen und damit russischen Touristen die Einreise und den Sommerurlaub in Griechenland erleichtern.

Bei einem Besuch in Moskau versicherte der griechische Tourismusminister Haris Theocharis, dass das nationale Impfkomitee Griechenlands den russischen Impfstoff für Reisezwecke als „gleichwertig“ mit anderen/europäischen Impfstoffen anerkennt. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

Vorbereitung auf die Touristen: Die griechische Zivilluftfahrtbehörde hat derweil die obligatorische siebentägige Quarantäne für ausländische Gäste aus der EU, dem Schengenraum, den USA, Großbritannien, Israel, Serbien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgehoben.

Besucherinnen und Besucher aus diesen Ländern, die nach Griechenland einreisen möchten, müssen entweder eine Bescheinigung mit sich führen, dass sie alle Impfdosen mindestens zwei Wochen vor ihrer Ankunft erhalten haben, oder einen negativen PCR-Test vorweisen, der maximal 72 Stunden vor ihrem Flug durchgeführt wurde.

Es könne jedoch unabhängig davon weiterhin zu Stichproben-Tests unter allen Einreisenden kommen, so die Behörde.

(Sarantis Michalopoulos, EURACTIV.com / Alexandros Fotiadis, EURACTIV.gr)

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BERLIN

Kandidaten-K(r)ampf: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat am Montagabend bei einem internen Treffen die Unterstützung der Parteispitze für seine Kandidatur als Kanzlerkandidat erhalten. Allerdings sprachen sich auch einige Mitglieder des CDU-Vorstands für seinen Kontrahenten Markus Söder (CSU) aus.

Somit geht der Kampf um die Kandidatur in den Unionsparteien weiter, sollte Söder heute nicht einlenken und Laschet als potenziellen Nachfolger von Angela Merkel akzeptieren.

Die Grünen haben sich derweil darauf verständigt, Annalena Baerbock zu ihrer Kanzlerkandidatin zu machen.

>> Mehr zum Thema: Baerbock wird Kanzlerkandidatin der Grünen, Union streitet weiter

(Alexandra Brzozowski, EURACTIV.com)

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PARIS

Mehr Angriffe auf Journalisten während der Pandemie: „Angriffe auf Journalisten und widerrechtliche Verhaftungen“ haben in Frankreich während der Pandemie zugenommen, heißt es in der am Montagmorgen veröffentlichten aktuellen Ausgabe des Pressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen (RSF).

Dennoch rangiert Frankreich wie im vergangenen Jahr auf Platz 34 unter den 180 untersuchten Ländern. Deutschland kommt auf Rang 13. Führend sind – wie gewohnt – die nordeuropäischen Staaten.

Eine Zunahme von Angriffen auf Journalistinnen und Journalisten wurde allerdings auch in anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Italien, Polen und Griechenland verzeichnet. Der Bericht zeigte des Weiteren, dass in 73 der 180 überprüften Länder die Arbeitsbedingungen für die Medien „stark behindert“ und in 59 Staaten zumindest „eingeschränkt“ waren.

Die Pandemie wurde und werde außerdem oftmals als Vorwand benutzt, Journalistinnen und Journalisten Zugang zu Informationsquellen zu verwehren, kritisiert die NGO.

>> Mehr zum Thema:

Journalisten als Zielscheibe

Wegen Corona-Recherchen: Journalisten landen im Gefängnis

Vietnam inhaftiert Journalisten, EU präferiert „Dialog“ statt Sanktionen

(Mathieu Pollet, EURACTIV.fr) 

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MADRID

Kampf um Madrid: Zwei Wochen vor den Regionalwahlen in Madrid haben die politischen Parteien diese Woche offiziell ihren Wahlkampf gestartet.

Spaniens reichste und drittbevölkerungsreichste Region Madrid ist seit 1995 eine Hochburg der konservativen Volkspartei (Partido Popular, PP). Die amtierende Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso (PP) hatte aus taktischen Gründen jedoch Neuwahlen für den 4. Mai gefordert und durchgesetzt.

Ihre Hauptkonkurrenten sind nun Ángel Gabilondo von der sozialdemokratischen Regierungspartei PSOE und die linke Unidas Podemos, die ihren Parteichef Pablo Iglesias ins Rennen schickt. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(EURACTIVs Medienpartner EFE)

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TALLINN

Warnung vor chinesischem Einfluss: Etwa 70 Personen aus der estnischen wissenschaftlichen, kulturellen und publizistischen Elite haben einen öffentlichen Brief veröffentlicht, in dem sie vor der „wachsenden und expandierenden globalen Einflussaktivität der Volksrepublik China“ warnen. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Pekka Väntinnen, EURACTIV.com)

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WARSCHAU

Nationalisierung der Kohle: Der polnische Staat plant die Übernahme von Steinkohle- und Braunkohleverstromungsanlagen sowie von Braunkohlegruben der Energiekonzerne PGE, Tauron und Enea.

Der Kauf würde sich auf insgesamt 70 Kohleanlagen konzentrieren, die in eine einzige Gesellschaft namens Nationale Energiesicherheitsagentur (NABE) gebündelt werden sollen, teilte das Ministerium für Staatsvermögen des Landes mit.

Klima- und Energieexperten warnen bereits, dass solche Schritte Polen auf seinem Weg zu einer erfolgreichen CO2-Minderung und „Dekarbonisierung“ des heimischen Energiesektors behindern könnten. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Joanna Jakubowska, EURACTIV.pl)

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PRAG / BRATISLAVA

Russisch-tschechischer Streit: Tschechien wird das russische Staatsunternehmen Rosatom von der vorläufigen Ausschreibungsrunde für einen neuen Reaktorblock im Atomkraftwerk Dukovany ausschließen, bestätigte der stellvertretende Ministerpräsident Karel Havlíček am Montag.

Derweil betonte die slowakische Führung ihre Unterstützung für Prag im tschechisch-russischen Streit über die Ausweisung diverser Diplomaten und (möglicher) Agenten (EURACTIV berichtete).

>> Mehr dazu: Tschechisch-russischer Streit geht weiter; Slowakei sichert Unterstützung zu

(Aneta Zachová, EURACTIV.cz / Lucia Yar, EURACTIV.sk)

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SOFIA

Keine Verbindung: Der bulgarische Waffenhändler und -hersteller Emilian Gebrew hat derweil offiziell jegliche Verbindung zu den tödlichen Explosionen in Tschechien im Jahr 2014 bestritten.

Das wird in einer offiziellen Erklärung betont, die von seiner Firma EMKO in seinem Namen herausgegeben wurde. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Krassen Nikolov, EURACTIV.bg)

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BUDAPEST

Orban hilft Agrofert: Die ungarische Regierung wird das tschechische Unternehmen Agrofert mit mehreren Millionen Euro staatlich unterstützen.

Die tschechische Firma ist umstritten: Sie gehörte einst dem Ministerpräsidenten Andrej Babiš, der sie im Zuge seiner Wahl jedoch in eine Treuhandverwaltung gab. Kritiker – und die EU-Kommission – gehen jedoch davon aus, dass Babiš nach wie vor Kontrolle über den Konzern ausüben könnte. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

>> Mehr zum Thema:

Vorwurf der Veruntreuung – Parlamentarier fordern Konsequenzen für tschechischen Ministerpräsidenten Babiš

Demonstranten in Prag verlangen Rücktritt von Regierungschef Babis (2019)

(Vlagyiszlav Makszimov, EURACTIV.com)

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BUKAREST

Vermittlungsgespräche ohne Ergebnis: Vertreter der rumänischen Parteien PNL und USR PLUS haben sich am Montag getroffen, um ihren Streit innerhalb der Regierungskoalition zu klären.

Am vergangenen Mittwoch waren der (jetzt Ex-)Gesundheitsminister Vlad Voiculescu und einer seiner Stellvertreter, beide von der USR PLUS vorgeschlagen, von Ministerpräsident Florin Cîțu (PNL) ohne vorherige Konsultation entlassen worden. Dies löste eine Krise in der Regierungskoalition aus (EURACTIV berichtete). Die USR PLUS will demnach nur noch Teil der Koalition bleiben, wenn auch der Ministerpräsident ausgewechselt wird.

Nach fünfstündigen Gesprächen änderte sich an den Positionen gestern jedoch wenig. Die Diskussion soll heute Nachmittag fortgesetzt werden.

(Bogdan Neagu, EURACTIV.ro)

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ZAGREB

Roma nicht als Wahlkampfthema missbrauchen: Die stellvertretende Vorsitzende des Rates der Roma in der Stadt Zagreb, Jasmin Bajrić, hat die Bürgermeisterkandidaten in der kroatischen Hauptstadt aufgefordert, die Roma in ihrem Wahlkampf nicht für eigene politische Zwecke auszunutzen.

Vor allem sollten sie es unterlassen, Stereotypen über die ethnische Minderheit zu verbreiten, so Bajrić. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Željko Trkanjec, EURACTIV.hr)

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BELGRAD

Partnerschaft mit London: Serbiens Handelsministerin Tatjana Matić und die britische Botschafterin in Serbien, Sian MacLeod, haben eine Vereinbarung für die Förderung der bilateralen Partnerschaft, des Handels und der serbisch-britischen Zusammenarbeit unterzeichnet.

Das bestätigte das serbische Ministerium für Handel, Tourismus und Telekommunikation am gestrigen Montag. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(betabriefing.com, EURACTIV.rs)

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TIRANA

Schüsse vor den Wahlen: Der örtliche Sekretär der Demokratischen Partei Albaniens (DP) wurde am Montagabend im Wahlkampfbüro der Partei in Kavaje, rund 35 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Tirana, angeschossen, berichten mehrere lokale Medien.

>> Mehr dazu: Schüsse und ein Verwundeter vor Wahlen in Albanien

(Željko Trkanjec, EURACTIV.hr)

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[Bearbeitet von Sarantis Michalopoulos, Daniel Eck, Paula Kenny, Zoran Radosavljevic, Josie Le Blond]

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