The Capitals: Griechenland beugt sich und fordert COVID-Tests von russischen Touristen

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Griechenland beugt sich dem Druck anderer EU-Staaten. [Shutterstock/ Yalcin Sonat]

The Capitals versorgt Sie mit Nachrichten aus ganz Europa – dank des EURACTIV Netzwerks. Heute u.a. mit dabei: Griechenland beugt sich dem Druck anderer EU-Staaten, Deutschland schätzt Portugal als besonders Delta-gefährdet ein, und US-Außenminister Antony Blinken besucht Italien.

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ATHEN

Touristen-Tests: Nach Kritik aus Deutschland und Frankreich, Griechenland gehe beim Gesundheitsschutz zu lasch vor, hat die Regierung in Athen nun beschlossen, von russischen Touristen negative PCR-Tests bei der Einreise zu verlangen – auch wenn sie vollständig mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft sind.

Im April hatte der griechische Tourismusminister Haris Theocharis noch versichert, der nationale Impfausschuss Griechenlands werde den russischen Impfstoff zumindest für Reisezwecke als gleichwertig mit europäischen Stoffen einstufen. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Sarantis Michalopoulos, EURACTIV.com)

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BERLIN

Risikogebiet Portugal: Aufgrund der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus sollte die Überprüfung von Testergebnissen und Impfnachweisen verschärft werden, hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) gefordert.

Gegenüber der Bild am Sonntag sagte er, es sei wichtig, dass vor der Einreise die entsprechenden Nachweise an den Grenzübergängen und den Flughäfen „nicht nur stichprobenartig“ kontrolliert würden.

Derweil gelten für das bei deutschen Urlauber:innen beliebte Ziel Portugal ab dem morgigen Dienstag wieder strengere Rückkehr-Regeln: Die Bundesregierung hatte Portugal Ende vergangener Woche zum Virusvariantengebiet erklärt. Dies führte bereits dazu, dass etliche deutsche Touristen ihren Portugal-Urlaub absagten oder frühzeitig beendeten.

>> Mehr zum Thema:

Delta-Variante lässt Rufe nach schärferen Regeln für Reisende laut werden

Der schwierige Wettlauf gegen Delta

(Nikolaus J. Kurmayer, EURACTIV.de)

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WIEN

Kurz davor?: Die „Orbanisierung“ Österreichs ist ein in der österreichischen politischen Öffentlichkeit oft gebrauchter Kampfbegriff. Doch was ist dran an den Vorwürfen und wie steht es um die Unabhängigkeit von Medien und Justiz in der Alpenrepublik?

EURACTIV hat das Thema unter die Lupe genommen.

(Oliver Noyan, EURACTIV.de)

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PARIS

Kaum Wahlbeteiligung: In der zweiten Runde der Regionalwahlen am Sonntag sind 65,7 Prozent der Wähler:innen nicht zur Stimmabgabe erschienen, so Schätzungen von Ipsos/Sopra Steria für France Télévisions.

Für die Parteien von Präsident Emmanuel Macron (La République en Marche) und der Rechtspopulistin Marine Le Pen (Rassemblement National) waren die Ergebnisse ein Debakel. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Anne Damiani, EURACTIV.fr / dpa) 

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LUXEMBURG

COVID nach EU-Gipfel: Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel, der Ende vergangener Woche noch am EU-Gipfel in Brüssel teilgenommen hatte, ist positiv auf COVID-19 getestet worden.

Er sei bisher lediglich einmalig mit dem Stoff von Astrazeneca geimpft worden, teilte die Regierung am Sonntag mit. Bettel zeige milde COVID-Symptome, werde nun zehn Tage in Isolation bleiben und von zu Hause aus arbeiten.

(Anne Damiani, EURACTIV.com)

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ROM

Blinken in Italien: US-Außenminister Antony Blinken weilt derzeit in Italien. Dort nimmt er am morgigen Treffen der G20-Außenminister:innen in Matera statt. 

Zu Besuchsbeginn sagte er am gestrigen Sonntag in Rom: „Die starke Verbindung zwischen den USA und Italien ist wichtig, um die transatlantische Sicherheit zu gewährleisten, Unterstützung für den Fortschritt in Libyen zu organisieren und gemeinsame Bedrohungen im Mittelmeerraum und in der Welt zu bekämpfen.“

>> Mehr dazu: US-Außenminister in Italien: „Gemeinsame Bedrohungen bekämpfen“ 

(Daniele Lettig, EURACTIV.it)

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BELFAST / DUBLIN

Neuer Chef: Jeffery Donaldson ist am Samstag offiziell von der unionistischen DUP als neuer Vorsitzender der nordirischen Partei bestätigt worden.

Zum Amtsantritt befasste er sich vor allem mit dem umstrittenen Nordirlandprotokoll: „Ich möchte der irischen Regierung klar machen, dass ihr Jubeln über das Protokoll schlichtweg nicht hinnehmbar ist – gerade angesichts des Schadens, den das Protokoll Nordirland zufügt,“ zitiert ihn die Irish Times. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Paula Kenny, EURACTIV.com)

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HELSINKI / OSLO

Überfischung: Eine gemeinsame Entscheidung der finnischen und der norwegischen Regierungen, den gesamten Fischfang im Fluss Teno von Mai bis Dezember dieses Jahres zu verbieten, könnte Auswirkungen auf die Lebensweise der einheimischen Bevölkerung sowie auf die ohnehin angeschlagene Tourismusbranche haben.

>> Mehr dazu: Nordisches Fangverbot wegen Lachs-Rückgang: Hotels und Fischer verärgert

(Pekka Väntinnen, EURACTIV.com)

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WARSCHAU

Kontroverses Holocaust-Gesetz: Das israelische Außenministerium hat am Sonntag den polnischen Botschafter Marek Magierowski einbestellt.

Grund dafür ist ein neues Gesetz in Polen, von dem die Israelis befürchten, dass es Entschädigungsansprüche für im Zweiten Weltkrieg von Nazi-Deutschland beschlagnahmtes jüdisches Eigentum blockieren könnte. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Mateusz Kucharczyk, EURACTIV.pl)

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PRAG / BELGRAD / PODGORICA

Balkan als Priorität: Eine der Prioritäten der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft (ab Juli 2022) wird der Westbalkan sein, hat Außenminister Jakub Kulhánek gegenüber der Tschechischen Nachrichtenagentur CTK angekündigt.

Es wäre seiner Ansicht nach ein großer Erfolg, wenn während der tschechischen Präsidentschaft ein Datum für die tatsächlichen EU-Beitritte von Serbien und Montenegro bekannt gegeben werden könnte, so Kulhánek.

>> Mehr dazu: EU-Erweiterung als tschechische Priorität

(Aneta Zachová, EURACTIV.cz)

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BUDAPEST

Staatsstreich in Verzug?: Tamás Sulyok, Präsident des ungarischen Verfassungsgerichts, und András Varga, Präsident des Obersten Gerichtshofs, haben am Freitag vor Angriffen auf die ungarische Verfassung gewarnt und zu deren Verteidigung aufgerufen.

Varga warnte, dass „ein Verfassungsputsch geplant ist“ und „das Zerschlagen des Grundgesetzes“ auch das Zerschlagen des souveränen ungarischen Staates bedeuten würde, zitiert ihn die nationale Presseagentur MTI. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Vlagyiszlav Makszimov, EURACTIV.com)

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SOFIA

Reduzierung statt Stilllegung: Bulgarien kann es sich derzeit nicht leisten, sein größtes Kohlekraftwerk Maritsa Ost 2 abzuschalten – allerdings werde man die Kapazität auf ein Minimum reduzieren, kündigte Ministerpräsident Stefan Janew an. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Krassen Nikolow, EURACTIV.bg)

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ZAGREB

Vertrauensfrage: Das Vertrauen der kroatischen Öffentlichkeit in Journalist:innen ist niedriger als in Priester, aber höher als in Richter:innen, Banker:innen und Politiker:innen.

Das zeigt eine Umfrage des Investigative Journalism Laboratory (Jourlab) an der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Zagreb. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(Željko Trkanjec, EURACTIV.hr)

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BELGRAD

Stärker als gedacht?: Die Zusammenarbeit zwischen der NATO und Serbien ist viel stärker und besser entwickelt, als es bei vielen Bürger:innen Serbiens den Anschein hat, erklärte der Leiter des NATO-Verbindungsbüros und Brigadegeneral der italienischen Armee Tommaso Vitale. Mehr dazu (auf Englisch) hier.

(EURACTIV.rs / BETA)

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Was steht an?

  • Frankreich: Am Montag findet die vierte Ausgabe der „Choose France“-Veranstaltung zur Förderung der Business-Attraktivität Frankreichs statt.
  • Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, in Berlin.
  • Italien: Treffen der „Anti-Daesh-Koalition“ mit Außenminister Luigi Di Maio und US-Außenminister Anthony Blinken.
  • Spanien: Ministerpräsident Pedro Sánchez trifft am morgigen Dienstag den katalanischen Regionalpräsidenten und Pro-Unabhängigkeitsführer Pere Aragonès, um die Beziehungen zwischen Madrid und der katalanischen Regionalregierung zu verbessern.
  • Belgien: Das Europäische Parlament hält einen Westbalkan-Gipfel ab.
  • Polen: In Poznań wird eine gemeinsame Organisation polnischer Kommunalverwaltungen offiziell gestartet. Die Initiative angestoßen hatte der Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski.
  • Slowakei: Die Kommissarin für Kohäsion und Reformen, Elisa Ferreira, besucht die Slowakei, um die Rolle der EU-Kohäsionspolitik bei der Unterstützung der Region Horná Nitra in Sachen Kohleausstieg zu diskutieren.
  • Kroatien: Der Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Gordan Grlić Radman, nimmt an einem Treffen der Außenminister der Višegrad-Gruppe und der Westbalkanstaaten teil.

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[Bearbeitet von Sarantis Michalopoulos, Daniel Eck, Paula Kenny, Zoran Radosavljevic, Josie LeBlond]

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