Taubira: Volksvorwahl Bedingung für französische Präsidentschaftkandidatur

Die ehemalige Europaabgeordnete und Justizministerin Christiane Taubira. [EPA-EFE / STEPHANIE LECOCQ]

Die ehemalige Europaabgeordnete und Justizministerin Christiane Taubira hat angekündigt, sie werde nur dann bei den französischen Präsidentschaftswahlen kandidieren, wenn sie von der Volksvorwahl, einer Bürgerinitiative, nominiert wird. Ihr zufolge ist sie „die letzte Chance für eine mögliche Vereinigung der Linken“.

Taubira setzt auf die von den Bürger:innen geführte Vorwahl, um ihre Legitimität zu untermauern. Im Dezember hatte sie erstmals angekündigt, dass sie eine Kandidatur in Erwägung ziehe.

Sie hat auch andere Kandidat:innen des linken Lagers aufgefordert, sich an der Bürgerinitiative zu beteiligen, was diese bisher abgelehnt haben. Selbst die Kandidatin der Sozialistischen Partei, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, lehnte ab, obwohl sie kürzlich eine Vorwahl vorgeschlagen hatte, um die Linke hinter einer gemeinsamen Kandidatur zu vereinen.

Da linke Kandidat:innen sich weigern, an einer Vorwahl teilzunehmen, wird Taubiras Kandidatur wahrscheinlich zu der ihrer Konkurrent:innen hinzukommen.

Das wird auch den Hungerstreik verlängern, den zwölf linke Aktivist:innen, darunter der Europaabgeordnete Pierre Larrouturou (Nouvelle Donne), am Samstag begonnen haben. Ihr Ziel ist es, die aktuellen Kandidat:innen zur Teilnahme an der Vorwahl zu bewegen, um „eine ausreichend große Union zu bilden, um die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen“.

Bisher haben sich mehr als 100.000 Personen für die Wahl registriert. Sie wird vom 27. bis 30. Januar stattfinden und mehrere Kandidat:innen aufstellen, darunter Taubira und Larrouturou, der grüne Kandidat Yannick Jadot und der linksradikale Kandidat Jean-Luc Mélenchon.

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