Starker Anstieg bei Cyberangriffen in Litauen seit Ukrainekrieg

Die Zahl der Cyberangriffe in Litauen ist Ende Februar nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine deutlich gestiegen. [Shutterstock/Dmytro Tyshchenko]

Die Zahl der Cyberangriffe in Litauen stieg Ende Februar nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine deutlich an.

Im ersten Quartal 2022 verzeichnete Litauen 1.020 Cyberangriffe, verglichen mit 981 im Vorjahr. Insgesamt zeigen die Trends für 2022 keinen Rückgang der Cybervorfälle.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist nicht der einzige Grund für die steigende Zahl von Cyberangriffen. Auch die Pandemie und der belarussische Hybridangriff auf Litauen hatten einen erheblichen Einfluss auf die Cybersicherheitslage des Landes.

„Während die Pandemie und die damit verbundene hohe Zahl von Cybervorfällen uns dazu veranlasst hat, uns stärker auf die Stärkung der Cybersicherheit und -ausbildung im Land zu konzentrieren, haben uns der Krieg gegen die Ukraine und die Verschärfung der entsprechenden Cybersicherheitsrisiken dazu gezwungen, dringend zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit des Staates und der kritischen Infrastruktur zu ergreifen“, so Verteidigungsminister Arvydas Anušauskas.

Der sprunghafte Anstieg der Cyberangriffe seit der russischen Invasion ging zwar inzwischen zurück, doch die Betreiber öffentlicher und kritischer Infrastrukturen halten sich weiterhin in Alarmbereitschaft.

Die Cyberkriminalität hatte bereits im Jahr 2021 zugenommen. Die litauische Polizei registrierte über 50 Prozent mehr Straftaten im Bereich elektronischer Daten und Informationssysteme als im Vorjahr, während litauische Bürger:innen und Unternehmen im Vergleich zu 2020 doppelt so viel Geld durch Finanzbetrug verloren – über 10 Millionen Euro.

Subscribe to our newsletters

Subscribe