Spanien will EU-Solidaritätsfonds für Vulkanschäden auf La Palma beantragen

Der Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) wurde eingerichtet, um Mittel für die Bewältigung von Naturkatastrophen größeren Ausmaßes bereitzustellen. [Shutterstock/Alexandros Michailidis]

Spanien wird die Europäische Kommission formell bitten, mit dem EU-Solidaritätsfonds zusätzliche Mittel zur Behebung der durch den Vulkanausbruch auf der Insel La Palma verursachten Schäden bereitzustellen, kündigte Premierminister Pedro Sánchez am Freitag an. EURACTIVs Partner EFE berichtet.

Sánchez hatte gehofft, diese Angelegenheit in Santa Cruz de La Palma mit dem EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius zu besprechen. Letztendlich konnte Sinkevičius die Insel aufgrund von Schwierigkeiten mit den Flugverbindungen nicht besuchen, so EU-Quellen gegenüber EFE.

Der Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) wurde eingerichtet, um Finanzmittel für die Bewältigung großer Naturkatastrophen bereitzustellen.

Der spanische Premierminister betonte, dass der Notstand zwar noch nicht vorbei sei, aber alle lokalen Verwaltungen daran arbeiteten, die durch den Vulkan verursachten Schäden abzuschätzen, ohne dabei andere Arten von Schäden zu vernachlässigen, von denen er wisse, „dass sie vielleicht nie behoben werden können“.

Mehr finanzielle Unterstützung

Sánchez kündigte außerdem an, dass die Regierung am Dienstag (23. November) zusätzliche Mittel in Höhe von 4 Mio. EUR für die Reparatur von Wasserversorgungsanlagen bewilligen wird und dass in Kürze weitere 5 Mio. EUR für Personalkosten, Betriebskosten, Haushaltshilfe, Wohnungsverwaltung sowie soziale, psychologische und pädagogische Unterstützung überwiesen werden.

Ein Dekret über 2,5 Millionen Euro für wissenschaftliche Forschungsprojekte im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch soll im Dezember verabschiedet werden.

In den acht Wochen seit Beginn des Ausbruchs am Cumbre Vieja sei das Tempo der von der Regierung durchgeführten Arbeiten „außerordentlich“ gewesen, sagte er.

Sie hat der kanarischen Regierung 10,5 Mio. EUR für Wohnungen und Haushaltsgegenstände und weitere 18,8 Mio. EUR für Beihilfen für die Fischerei und die Landwirtschaft überwiesen.

Sánchez versprach, dass die Regierung „alles und mehr“ tun werde, um auf die Notlage zu reagieren und La Palma „einen Horizont des Wohlstands, des Fortschritts, des Wiederaufbaus und der Wiederbelebung“ zu bieten.

Der Vulkan auf dem Bergrücken Cumbre Vieja ist erstmals am 19. September ausgebrochen und noch immer aktiv. In den vergangenen zwei Monaten haben die Lavaströme weite Landstriche bedeckt und über tausend Häuser zerstört.

Die vorübergehende Einstellung des Flugbetriebs erfolgt vor dem Hintergrund einer Verschlechterung der Luftqualität. Der Flugbetrieb auf den übrigen Kanarischen Inseln, zu denen auch beliebte Reiseziele wie Teneriffa und Lanzarote gehören, wird wie gewohnt fortgesetzt.

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