Slowenien braucht für die Energiewende rund 25 Milliarden Euro

Die Strategie schafft unter anderem die Grundlage für den Bau eines neuen Blocks im bisher einzigen slowenischen Kernkraftwerk in Krško. [Shutterstock / stockvideofactory]

Die slowenische Regierung geht davon aus, dass 21-27 Milliarden Euro an privaten und staatlichen Ausgaben nötig sein werden, damit das Land bis 2050 das Ziel von Netto-Null-Emissionen erreichen kann.

Gemäß der langfristigen Klimastrategie, die diese Woche von der slowenischen Regierung verabschiedet wurde, muss das Land die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 90 Prozent reduzieren. In den Bereichen Verkehr und Energie sollen die Emissionen dabei um 90-99 Prozent sinken, in der Landwirtschaft um 5-22 Prozent und in der Industrie um 80-87 Prozent.

Der Plan erfordert außerdem eine breit angelegte Umstrukturierung der Energiequellen, da der Gesamtstromverbrauch durch den Übergang zur E-Mobilität und die stärkere Nutzung von Strom in der Industrie und zum Heizen wahrscheinlich deutlich ansteigen wird.

In dieses Feld fällt auch der Ausstieg aus der Kohle, der derzeit für 2033 geplant ist, und die Nutzung von Erdgas als „Übergangstechnologie“. Zeitgleich sollen insbesondere die Stromerzeugung aus Wasserkraft ausgebaut und neue Wind- und Solarkraftwerke errichtet werden.

Die Strategie schafft des Weiteren die Grundlage für den Bau eines neuen Blocks im bisher einzigen slowenischen Kernkraftwerk in Krško. Der aktuell bestehende Reaktor soll in naher Zukunft stillgelegt werden. Der Plan schaffe darüber hinaus auch „die Grundlage für die Planung des zweiten Kernkraftwerkes“, sagte Umweltminister Andrej Vizjak.

Der Minister erklärte weiter: „Diese Strategie gibt einen klaren Kurs für Sloweniens langfristigen Entwicklungswandel vor und erhöht die Vorhersehbarkeit für Unternehmen, Investoren und Verbraucher.“

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