Slowakische Nationalbank warnt vor steigenden Wohnkosten

Luftaufnahme der Slowakischen Nationalbank. [Shutterstock/trabantos]

Die Slowakische Nationalbank (NBS) rechnet mit deutlichen Verschlechterungen bei der Bezahlbarkeit von Wohnraum und einem Wiederanstieg auf das Preisniveau von vor zehn Jahren bis Ende 2022.

Nach Angaben der Slowakischen Nationalbank sind die Wohnungspreise bis 2021 um mehr als 20 Prozent gestiegen. Dieser Preisanstieg entspricht nicht der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.

Der Nationalbank zufolge sind Immobilien überbewertet, aber die Bank rechnet nicht mit einem Rückgang, sondern vielmehr mit einem langsameren Anstieg. Für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen könnte Wohnraum daher bald unerschwinglich werden.

Die Zentralbank ruft die Menschen auch dazu auf, das Haushaltsbudget im Auge zu behalten. Angesichts der höheren Inflation und der Wirtschaftskrise könnten fünf Prozent der Haushaltskredite in ernste Schwierigkeiten geraten. Bei den Unternehmenskrediten könnte es sogar ein Zehntel sein.

Die Erschwinglichkeit von Wohnraum begann in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zu sinken. Der Anstieg der Immobilienpreise wurde jedoch bis vor kurzem durch höhere Haushaltseinkommen und günstigere Hypotheken ausgeglichen.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2021 beschleunigte sich der Anstieg der Immobilienpreise so stark, dass das Lohnwachstum und die niedrigen Zinssätze allein den steigenden Anteil der Tilgungszahlungen an den Nettolöhnen nicht mehr ausgleichen konnten.

„Die weitere Entwicklung der Wohnkosten wird von der Entwicklung der Wirtschaftslage und der Verfügbarkeit von Krediten abhängen“, so die NBS weiter. Wenn die derzeitige Situation anhält, wird die Erschwinglichkeit von Wohnraum in der Slowakei bis Ende 2022 in allen Regionen auf dem tiefsten Stand der letzten zehn Jahre liegen.

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