Slowakische Kulturbranche fordert Recovery-Unterstützung

In einem offenen Brief werden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Repräsentanten anderer EU-Institutionen aufgefordert, sich mit der slowakischen Regierung in Verbindung zu setzen. [EPA-EFE/KENZO TRIBOUILLARD]

Rund 650 Vertreterinnen und Vertreter der slowakischen Kulturbranche und ihrer Institutionen haben gefordert, dass ihr Sektor bei der Genehmigung des nationalen Wiederaufbauplans („Recovery and Resilience Plan“) berücksichtigt werden müsse. Sie schickten einen offenen Brief, in dem sie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Repräsentanten anderer EU-Institutionen auffordern, sich mit der slowakischen Regierung in Verbindung zu setzen, um entsprechend auf letztere einzuwirken.

Nach Ansicht der Unterzeichnenden lässt der Entwurf des nationalen Konjunkturprogramms, der der Europäischen Kommission kürzlich zur Prüfung vorgelegt wurde, die Kultur- und Kreativwirtschaft – die bekanntlich zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen gehört – völlig außer Acht.

„Nach der Veröffentlichung [der Planentwürfe] im April 2021 wurde im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens ein gemeinsamer Kommentar veröffentlicht, in dem mehr als 2.000 namhafte Unterzeichner aus der Kultur- und Kreativbranche die Regierung aufforderten, die Prioritäten des Mechanismus zu überdenken und ein weiteres Kapitel über die Kultur- und Kreativwirtschaft aufzunehmen. Dieser Kommentar wurde von der Regierung der Slowakischen Republik nicht akzeptiert,“ erinnern die Unterzeichnenden in ihrem offenen Brief.

Das slowakische Ministerium für Kultur hat sich indes für die Förderung und finanzielle Unterstützung der Kultur über EU-Fonds ausgesprochen. Wie jedoch unter anderem von der politischen Opposition hervorgehoben wird, sei die tatsächliche Vergabe dieser Mittel „administrativ und operativ anspruchsvoll“. Die Möglichkeiten, derartige Fördergelder in der Slowakei zuzuweisen und einzusetzen, werden als sehr begrenzt eingeschätzt.

Die Europäische Kommission wird ihrerseits in den kommenden Wochen über die endgültige Genehmigung des slowakischen Wiederaufbau- und Resilienzplans entscheiden.

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