Škoda Auto stoppt Produktion in Tschechien wegen Chipmangel

Ein Produktionsstopp könnte die tschechische Wirtschaft schwer beeinträchtigen. Škoda Auto, ein Unternehmen des Volkswagen-Konzerns, trägt rund 5 % zum tschechischen BIP bei und macht 9 % der gesamten Exporte des Landes aus. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Der tschechische Automobilhersteller Škoda Auto wird die Autoproduktion in allen drei tschechischen Fabriken vom 18. Oktober bis zum Jahresende einschränken oder ganz einstellen. Das Unternehmen sah sich aufgrund der weltweiten Chip-Knappheit zu dieser Entscheidung gezwungen.

Ein Produktionsstopp könnte die tschechische Wirtschaft schwer beeinträchtigen. Škoda Auto, dass zu dem Volkswagen-Konzern gehört, trägt rund 5 % zum tschechischen BIP bei und macht 9 % der gesamten Exporte des Landes aus.

Bereits im September wurde die Produktion aus demselben Grund eine Woche lang ausgesetzt.

Der Mangel an Halbleiterchips trifft die Automobilbranche weltweit. Die europäischen Hersteller sind von der asiatischen Produktion abhängig, die aufgrund der COVID-19-Pandemie zurückgegangen ist.

„Wir gehen davon aus, dass die Produktion von Halbleitern in der zweiten Jahreshälfte 2022 allmählich wieder anlaufen wird. Die gesamte Versorgungslage sollte sich beruhigen“, sagte Tomáš Kotera, Kommunikationschef von Škoda Auto.

Laut Kotera ist es für das Unternehmen vorrangig, die Arbeitsplätze und die Entlohnung der Fabrikarbeiter zu sichern. Derzeit erhalten die Beschäftigten 85 % ihres Tariflohns.

Chips sind strategische Komponenten in der heutigen digitalisierten Welt. Die weltweite Nachfrage steigt, während die Produktionskapazitäten der asiatischen Länder begrenzt sind.

Die Europäische Kommission hat bereits angekündigt, dass sie den „European Chips Act“ einführen wird. Das neue Gesetz soll die Produktionskapazitäten für Chips in Europa erhöhen und die internationale Zusammenarbeit fördern.

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