Serbiens Präsident Vučić wird versuchter Wahlbetrug vorgeworfen

Der Vorsitzende der serbischen Oppositionspartei Freiheit und Gerechtigkeit, Dragan Đilas, hat ein Video veröffentlicht, das seiner Meinung nach Wahlbetrug zur Unterstützung von Vucic aufdeckt. [EPA-EFE/MARKO DJOKOVIC]

Der Vorsitzende der serbischen Oppositionspartei „Freiheit und Gerechtigkeit“, Dragan Đilas, hat ein Video veröffentlicht, das seiner Meinung nach das Schema enthüllt, wie Serben aus der serbischen Entität in Bosnien „Republika Srpska“ als neue „Einwohner“ Belgrads registriert werden.

So könnten diese Personen bei den Wahlen im April für die Regierungspartei von Präsident Aleksandar Vučić stimmen.

Das Video vom 3. Februar erklärt, wie die Frage der Staatsbürgerschaft und des Wohnsitzes für Menschen, die nicht aus Belgrad stammen, organisiert wird und wie der gesamte Prozess koordiniert wird. Die Aufnahme enthält ein Gespräch mit einem der Koordinatoren, der nach seinen eigenen Worten für diese Aufgabe und die Entgegennahme von Zahlscheinen zuständig ist, berichtete N1 TV spät am Sonntag.

Der Sender erinnerte daran, dass Đilas zwei Tage zuvor ein erstes Video veröffentlicht hatte, auf dem er behauptete, die Regierungspartei würde Stimmen aus der Republika Srpska „importieren“.

Dem Video zufolge ist die einzige Bedingung für den Erhalt der serbischen Staatsbürgerschaft für diejenigen, die Ende letzten Monats und Anfang dieses Monats auf Polizeistationen in ganz Serbien einen Antrag gestellt haben, dass sie für die Serbische Fortschrittspartei von Präsident Aleksandar Vučić stimmen.

„Die Menschen werden mit Lieferwagen zu Polizeistationen in ganz Serbien gebracht, die meisten von ihnen in Belgrad“, so die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit. Auf die Frage, woher sie kämen, antworteten die Bürger:innen, sie kämen „von jenseits der Grenze, aus Sarajevo, Bijeljina, aus Bosnien.“

Jede Gruppe habe eine Liste und ihren eigenen Koordinator, fügte die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit hinzu.

Nach der Veröffentlichung des ersten Videos antwortete Premierministerin Ana Brnabić, das Video sei eine Schande und würde zeigen, was Đilas von den Menschen aus der Republika Srpska denkt.

Đilas antwortete, er habe die Bürger:innen der Republika Srpska nicht beleidigt und werde weiterhin darauf aufmerksam machen, was die Regierungspartei tue.

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