Second Amendment auf tschechisch

Eine übermäßige Regulierung von legal besessenen Waffen ergebe keinen Sinn und dürfte vielmehr zu einem Anstieg der Zahl der illegal besessenen Waffen führen, so die Befürworter des Gesetzentwurfs. [Kiattipong / Shutterstock]

Das Recht, sich und andere – unter gewissen rechtlichen Bedingungen – mit Waffen zu verteidigen, wurde diese Woche vom tschechischen Senat in der Verfassung verankert.

Laut den Verfassern des Gesetzentwurfs soll diese Verfassungsänderung verhindern, dass das „Recht auf Verteidigung“ durch ein Gewohnheitsrecht eingeschränkt wird. Damit werde auch die Position der Tschechischen Republik in den Debatten über weitere EU-Regelungen zur Einschränkung von Waffenbesitz und -handel gestärkt.

Die Änderung ist eine Reaktion auf eine Petition, die von mehr als 100.000 Personen in Tschechien unterzeichnet wurde, darunter mehrere hochrangige Politiker:innen. Die Petition war von Jäger:innen und anderen Waffenbesitzern als Reaktion auf die Bemühungen der Europäischen Kommission, den Waffenbesitz einzuschränken, gestartet worden.

Eine übermäßige Regulierung von legal besessenen Waffen ergebe keinen Sinn und dürfte vielmehr zu einem Anstieg der Zahl der illegal besessenen Waffen führen, so die Befürworter des Gesetzentwurfs.

Die EU-Exekutive argumentiert in ihren Verbotsversuchen mit Maßnahmen gegen Terrorismus. Kritiker dieses Ansatzes weisen hingegen darauf hin, dass Terroristen meist illegal erworbene Waffen nutzen und das tschechische Gesetz in dieser Hinsicht ausreichend sei.

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